Es ist der Alptraum aller Katzenhalter: Die Freigänger-Katze kommt nicht wie gewohnt nach Hause oder der Stubentiger ist aus den vertrauten vier Wänden entwischt und verschwunden.

Foto: bitter ... / tom - Fotolia.com

Es ist der Alptraum aller Katzenhalter: Die Freigänger-Katze kommt nicht wie gewohnt nach Hause oder der Stubentiger ist aus den vertrauten vier Wänden entwischt und verschwunden.

Vielleicht vergnügt sich Ihre Katze gerade bei schönem Wetter mit dem leckeren Beuteangebot im neu entdeckten Park oder lässt sich von den Nachbarn drei Häuser weiter durchfüttern. Möglicherweise ist ihr aber auch etwas zugestoßen und sie ist in Not, deshalb sollten Sie rasch reagieren.

Registrierung

Am besten ist Ihre Katze bei TASSO e. V. oder beim Haustierregister vermerkt. Wenn Ihr „Streuner“ dann aufgegriffen wird, kann durch das Auslesen des implantierten Chips in der Tierarztpraxis oder im Tierheim ihr Zuhause ausfindig gemacht werden.

Hilfreiche Anlaufstellen

Es lohnt sich, die Suche auf verschiedenen Ebenen parallel anzustoßen. Fragen Sie bei der nächsten Polizeistation und Feuerwehr sowie bei den örtlichen Tierheimen nach, ob eine Katze, die der Ihren ähnelt, abgegeben wurde. Bringen Sie dafür ein Foto Ihrer Katze mit oder schicken Sie es der entsprechenden Stelle nach Absprache per E-Mail. Telefonieren Sie umliegende Tierarztpraxen durch und fragen dort nach Fund- oder Unfalltieren.

Gezielt suchen

Die eigentliche Suche sollte systematisch erfolgen. Kennen Sie die Lieblingsplätze Ihrer Katze und die Wege, die sie manchmal nimmt? Beim Absuchen von Gärten, Hinterhöfen und Wegen sollten Sie vor allem nach möglichen (oder auch im ersten Moment unmöglich erscheinenden) Verstecken Ausschau halten: Spalten hinter Mülltonnen, Kaminholzkörbe, Kisten, Kompostcontainer. Verunsicherte oder verletzte Katzen verbergen sich oft sehr erfolgreich. Verängstigte Katzen reagieren manchmal nicht auf das Rufen ihres vertrauten Menschen. Schauen Sie also wirklich gründlich überall nach und verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihre Katze Ihnen antwortet. Manchmal hat man zur Dämmerungszeit besonders viel Glück: Die Katze fühlt sich durch das schwindende Licht und die einkehrende Ruhe sicherer oder ist gerade jagdtechnisch aktiv und damit leichter auffindbar.

Klingeln Sie bei allen Nachbarn in der weiteren Umgebung und bitten Sie insbesondere darum, Kellerräume, Garagen und Gartenhäuschen zu überprüfen. Nicht selten wird eine unternehmungslustige Mieze ungeplant eingesperrt, weil der Nachbar eine Tür geschlossen und gar nicht bemerkt hat, dass sich dort erkundungsfreudiger Besuch eingeschlichen hat. Suchen Sie erst in der näheren Umgebung beziehungsweise im bekannten Revier Ihrer Katze und weiten dann langsam den Bereich aus.

Die Umgebung informieren

Pflastern Sie Laternenpfähle und schwarze Bretter mit Suchsteckbriefen und werfen Sie Suchzettel in der Nachbarschaft in alle Briefkästen. Die Aushänge sollten unbedingt ein gut erkennbares, aktuelles Foto Ihrer Katze, ihren Namen sowie eine Telefonnummer enthalten. Ist Ihre Katze registriert, unterstützen TASSO und das Haustierregister Sie mit Aushangformularen und bei der Verbreitung der Aushänge vor Ort sowie über elektronische Medien. Diese Aushänge können Sie auch in Tierarztpraxen und Tierheimen machen und sie auf Facebook posten, wenn Sie dort gut vernetzt sind.

Mühen, die sich immer lohnen

Natürlich betreibt man als Katzenhalter manchmal tagelang einen irrsinnigen Aufwand – und dann steht die Abenteurerkatze wie Kai aus der Kiste von selbst wieder vor der Terassentür. Im schönsten Fall verlangt Sie dann lautstark nach Futter und schläft dann erschöpft, aber zufrieden eingerollt auf dem Bett ein. Dennoch waren auch in diesem Fall gezielte Suchmaßnahmen keineswegs „für die Katz“. Sie geben betroffenen Katzenhaltern  nicht zuletzt das sichere Gefühl, alles für den Stubentiger aktiv unternommen zu haben.

Link-Tipps:

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.