Katzen sind großartige Jäger. Erst lauern sie regungs- und lautlos in der Nähe ihrer Beute, um dann im richtigen Moment gnadenlos zuzuschlagen.

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Katzen sind großartige Jäger mit einer besonderen Strategie: Sie verharren nahezu regungs- und lautlos in der Nähe ihrer Beute und warten auf den richtigen Moment, um gnadenlos zuzuschlagen.

Damit gehört die Katze zu den sogenannten Lauerjägern oder Ansitzjägern. Diese Art der Jagd ist nicht nur auf die wichtigsten Beutetiere der Katze abgestimmt (kleine Nagetiere), sondern auch energiesparend.

Jagen im Energiesparmodus

Mit ihrem ausgezeichneten Gehör wird die Katze auf die Maus im Mausloch aufmerksam und bezieht dann so unauffällig wie möglich in der Nähe Stellung. Mit Geduld und Selbstbeherrschung wartet sie, bis die Maus herausläuft. Erst wenn die Maus so weit vom sicheren Versteck entfernt ist, dass sie nicht leicht wieder hineinhuschen kann, greift die Katze an. Schnell und effizient.

Anpirschen

Entdeckt die Katze ein Beuteobjekt, das nicht in einem Versteck sitzt, sondern zum Beispiel auf einem Ast fröhlich vor sich hin zwitschert, wird es schwieriger. Geduckt, leise und meist in kleinen Etappen versucht die Katze, sich der Beute unbemerkt anzunähern. Zwischendrin verharrt sie lauernd und wartet auf einen günstigen Moment für den Angriff. Allerdings: Trotz des anders lautenden Rufs sind die meisten Katzen, was die Vogeljagd anbelangt, nur selten erfolgreich. Vögeln sind sie im Baum viel zu auffällig und kommen nicht nah genug an die anvisierte Beute heran. Flitzen sie dann auf den letzten Metern los, bleibt dem Piepmatz genug Zeit, um wegzufliegen. Hebt er sich in die Lüfte, bläst die Katze den Angriff sofort ab.

Jagd in der Wohnung

Wir Menschen finden das Spielen mit der Katze meist dann besonders unterhaltsam, wenn sie die Spielbeute in einem Mordstempo über Tisch und Bänke verfolgt, dabei über den Boden schlittert oder wilde Sprünge vollführt. Im wahren Leben wäre dies für die Katze aber nur ein Bruchteil der Jagdsequenz: Wenige Meter Verfolgungsjagd, wenn die lange belauerte Beute aufmüpfigerweise einen Fluchtversuch unternimmt.

So kommt es leicht zu Missverständnissen beim Spiel: Die Katze kauert hinterm Türrahmen und beobachtet gespannt die vom Menschen bewegte Spielangel. Wann ist der richtige Moment zum Zuschlagen? Jetzt? Doch nicht. Jetzt? Ah, doch noch nicht. Und der Mensch denkt: „Die hat ja gar keine Lust mehr“ – und geht weg. Wie gemein! Oder wir werden ungeduldig und bewegen das Spielzeug immer näher auf die Katze zu – Katzen springen echte Beute aber in der Regel nicht frontal an, sondern eher von hinten.

Tarnung ist die halbe Miete

Als Lauerjägerin muss die Katze unbemerkt bleiben, um nah genug an die Beute heranzukommen. Dafür nutzt sie jede sich anbietende Tarnung. Das Spiel mit dem Stubentiger macht ihm deshalb besonders viel Spaß, wenn er sich hinter Sofas, in Kartons, durch Spieltunnel oder entlang aufgerollter Teppiche unsichtbar machen kann – und nach Herzenlust lauern darf.

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