Foto: Georgiy Pashin - Fotolia.com

Katzen verbringen über die Hälfte ihres Lebens mit Schlafen. Für ihre Ruhephasen suchen sie sich gerne besondere Plätze aus.

Durchschnittlich verschläft eine Katze zwischen 12 und 16 Stunden des Tages. Junge und besonders alte Tiere sowie Freigänger liegen dabei eher am unteren Rand. Wohnungskatzen hingegen, in deren Leben es eher beschaulich zugeht, bringen es auch gerne mal auf 18 Stunden. Regelmäßiger Schlaf über 18 Stunden hinaus ist allerdings zu viel des Guten. Auch unter 12 Stunden ist bedenklich. Dann sollten körperlicher und psychischer Gesundheitszustand überprüft werden.

Alles phasenweise

Geschlafen wird allerdings nicht am Stück, sondern Wach- und Schlafphasen wechseln sich ab. Viele Katzen sind besonders in den Dämmerungszeiten aktiv, in denen ihre potentielle Beute unterwegs und die Natur viele Abenteuer bereithält.

Wohnungskatzen passen sich oft dem menschlichen Rhythmus an – sie schlafen, während wir arbeiten, und drehen richtig auf, wenn wir nach Hause zurückkehren. Dann kommt ein Nickerchen und vor dem eigentlichen Zubettgehen darf gerne noch mal wild gespielt werden.

Auch der Schlaf selbst verläuft in Phasen, genau wie bei uns Menschen. Ein Schlafzyklus dauert etwa 30 Minuten und besteht aus einer Leicht- und Tiefschlafphase von circa 25 Minuten sowie der Traumphase von etwa 5 Minuten. Aus dieser wacht die Katze oft kurz auf, um sich dann noch einmal genüsslich umzudrehen.

Unklar ist, ob die kleinen Bewegungen der Katze im Schlaf Rückschlüsse auf die Inhalte ihrer Träume zulassen. Klinische Studien deuten darauf hin. Manchmal sieht es wirklich aus, als würde sie gerade jagen. Einige Katzen mauzen oder fauchen sogar im Schlaf, andere klingen, als hätten sie gerade Beute nach Hause gebracht.

Wie man sich bettet, so liegt man

Katzen wissen, wie man es sich gemütlich macht. Sie lieben warme, kuschelige Plätze. Gleichzeitig sind sie jederzeit auf ihre Sicherheit bedacht. Selbst in der behüteten Wohnungshaltung suchen Katzen sich deshalb gerne etwas zurückgezogene Ruheplätze. Diese sind bevorzugt entweder höhlenartig und etwas versteckt oder auch weit oben über den Köpfen der Menschen, beispielsweise auf dem Kleiderschrank. „Sehen, ohne gesehen zu werden“ ist das  Motto der Wahl für viele Katzen – in müden und wachen Zeiten. Andere fühlen sich erst richtig sicher und wohl, wenn sie sich ganz eng an ihren Menschen oder den Katzenkumpel schmiegen können.

Schlafende Hunde soll man nicht wecken

Und schlafende Katzen besser auch nicht. Die Katze könnte sich erschrecken und aus Versehen unsere Hand packen, gerade wenn wir sie aus einer Tief- oder Traumschlafphase holen. Außerdem brauchen Katzen wie wir den Schlaf, um sich zu erholen und die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Und: Im ausgeschlafenen Zustand tappt die Mieze viel freudiger und entspannter durchs Katzenleben.

Buchtipp:

Ein schönes Kapitel über den Schlaf von Katzen gibt es in „Wie Katzen ticken“ von Marlitt Wendt, Cadmos Verlag. Ansehen können Sie sich das Buch hier.

Dieses Thema könnte Sie auch interessieren:

 

Ein Kommentar

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.