Bei Flohbefall sollte eine Katze möglichst früh behandelt werden. Hier sind die wichtigsten Tipps, wie man die Plagegeister schnell wieder los wird.

Wenn Ihre Katze sich häufiger kratzt, kann das verschiedene Gründe haben. Spätestens bei der Anwendung eines Flohkamms, sehen Sie, ob sich Ihr Stubentiger tatsächlich Flöhe eingehandelt hat. „Dort erkennt man dann deutlich kleine schwarze Kügelchen, den Flohkot“, erklärt Tierarzt Florian Reichert.

Ein Flohbefall löst bei Ihrer Katze nicht nur einen unangenehmen Juckreiz aus. Katzenflöhe können auch den Gurkenkern-Bandwurm übertragen und Allergien hervorrufen.

Wie kommt der Floh auf die Katze?

Flöhe springen ihren Wirt an. Gelegentlich wechseln sie auf ein anderes Tier über. Hochsaison haben die Parasiten nicht nur im Sommer. Mittlerweile finden sie auch im Winter ideale Bedingungen, um den Vierbeinern auf den Pelz zu rücken. Die blutsaugenden Insekten machen es sich dann einfach in beheizten Wohnungen gemütlich. Ganz oben auf der Hitliste der beliebtesten Floh-Behausungen stehen übrigens ungewaschene Decken in Katzenkörbchen.

Was kann man gegen die Flöhe machen?

Schon bei den ersten Anzeichen eines Befalls sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Je früher Sie Maßnahmen ergreifen, umso eher stoppen Sie die rasante Vermehrung der Insekten. Florian Reichert empfiehlt ein Spot-on-Präparat. „Damit werden einmal im Monat ein paar Tropfen des Medikaments auf die Haut zwischen den Schultern aufgetragen, so lange bis der Befall weg ist“, erklärt der Tierarzt.

Auch die Anwendung von Flohhalsbändern oder Flohpuder ist möglich. Ein Spot-on-Präparat ist einfach nur die modernere Version. Es wird meistens empfohlen, weil sich das Präparat besser über den ganzen Körper verteilt und einfach anzuwenden ist.

Die Wohnung gleich „mitbehandeln“

Endgültig beendet ist der Flohzirkus damit noch nicht. Gerne breiten sich die Parasiten in der gesamten Wohnung aus. Nach Angaben des Bundesverbandes Praktischer Tierärzte bevölkern rund 90 Prozent der erwachsenen Flöhe samt Brut Bodenritzen, Teppiche und sogar Betten – insofern die Katze dort Zugang hat.

„Es ist wichtig, die ganze Umgebung zu behandeln“, betont Florian Reichert. „Das heißt: alles gründlich abzusaugen und Decken, auf denen die Katze liegt, so heiß wie möglich zu waschen. Und Sachen, die man nicht waschen kann, sollte man über längere Zeit einfrieren. Damit werden auch die Larven abgetötet.“

Und nicht vergessen: Entsorgen Sie nach erfolgtem Absaugen von Boden und Polstermöbeln den Staubsaugerbeutel draußen in der Mülltonne.

Ist das Flohproblem auch trotz intensiver Reinigung absolut nicht in den Griff zu bekommen, hilft nur noch ein Kammerjäger.

Die Anti-Floh-Tipps im Überblick:

  • Spot-on-Präparat, Flohhalsbänder, Flohpuder
  • die Wohnung gründlich saugen, auch die Polstermöbel. Werfen Sie danach den Staubsaugerbeutel unbedingt weg
  • Textilien, auf denen die Katze liegt, bei 90 Grad waschen
  • Gegenstände einfrieren, die keine heiße Wäsche vertragen
  • Kontaktieren Sie bei hartnäckigen Fällen einen Schädlingsbekämpfungs-Service

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Ein Kommentar

  • Jaaa…den Salat hatten wir auch schonmal…4 Hunde im Hochsommer im Haus der Eltern meiner Freundin… (Die Eltern waren im Urlaub und wir hatten 4 Wochen Sturmfrei)
    Tja…da passt man mal 2 Wochen nich auf (wir waren ca 15 Jahre alt & hatten leider vergessen dass es ja auch noch Flöhe gibt) und schon haste ne ganze Floh-Armada im Haus. Hahahahahaaa…das war wirklich hart! Am Ende vom Lied stand dann der Kammerjäger vor der Tür und hat so um die 4000,- Mark mit nach Hause genommen!!! Waaahnsinn! Also, so`n Flohkamm lohnt sich ;) )

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