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Im Glas oder praktischen Plastikspender locken so einige Sorten zum Kauf. Doch woran erkennt man qualitativ hochwertigen Honig?

Honig schmeckt lecker – macht aber ganz schön viel Arbeit: Allein für ein Glas fliegen Bienen nach Angaben des Deutschen Imkerbundes rund 40.000 Mal aus. Dabei besuchen sie zwischen zwei bis sieben Millionen Blüten.

Je nach Jahreszeit und Mischung der angeflogenen Nektarquellen ergibt sich daraus ein Aromenreichtum der besonderen Art. Dementsprechend vielfältig ist auch das Sortiment im Handel – sei es Wildblumen-, Akazien-, Raps-, Klee- oder würziger Waldhonig.

Im Dschungel der Angebote bekommt das Wort Vielfalt allerdings einen bitteren Beigeschmack: In den Gläsern befindet sich manchmal ein illustrer Mix von Honigen, die aus der EU oder aus anderen Ländern stammen. Für Verbraucher ist meistens nicht nachzuvollziehen, ob die Auslandshonige ebenfalls nach den strengen Kriterien der deutschen Honigverordnung(pdf) hergestellt wurden. Dass diese Produkten Insektenschutzmittel oder Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten, ist auch nicht auszuschließen.

Ist Bio-Honig die bessere Alternative?

Trotz aller Sorgfalt der Imker können Bio-Honige ebenso Spuren von Pestiziden oder genmanipulierten Pflanzen enthalten. Schließlich lassen sich Bienen nur schlecht davon abhalten, ihrer Sammelleidenschaft auch auf benachbarten Wiesen und Feldern zu fröhnen. Auf denen wird aber oftmals keine ökologische Landwirtschaft betrieben. Die Auszeichnung „Bio-Honig“ besagt lediglich, dass der Imker auf seinem Gelände ökologischen Richtlinien folgt. Eine Garantie für ein einwandfreies Produkt ist das nicht.

Tipps für den Honigkauf

Erste Anhaltspunkte für einen Qualitätshonig liefert das Kleingedruckte auf dem Etikett der Ware: Hier sollte der Verbraucher darauf achten, dass es sich nicht um eine Honigmischung undurchsichtiger Herkunft handelt. Und: Honig ist eine mit zahlreichen Vitaminen und wertvollen Inhaltsstoffen bestückte Erfindung von Mutter Natur. Diese sind allerdings wärme- und lichtempfindlich. Ein nach allen Regeln der Imkerkunst hergestellter Honig darf daher nicht wärmebehandelt sein.

Für Verbraucher, denen gentechnikfreier Honig wichtig ist, empfiehlt sich vorzugsweise deutscher und südosteuropäischer Honig sowie Produkte aus fairem Handel. Bei einer Untersuchung von Öko-Test aus dem Jahr 2009 befanden sich darin jedenfalls keine verdächtigen Rückstände. Nur deutsche Rapshonige oder Honige mit hohem Rapsanteil sind laut Testergebnissen weniger zu empfehlen – dort wurden Spuren von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen.

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