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Viele Tierhalter sind bereit, alles Erdenkliche zu tun, um ihrem Vierbeiner das Leben zu retten. Tierarztkosten können aber schnell ungeahnte Dimensionen annehmen.

Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Einstellung zu Tieren eine andere: Meist war nur der Nutzwert entscheidend. Hunde hatten einen Bauernhof zu bewachen und eine Katze hielt das Gehöft von Mäusen frei.

Wurden sie krank, war das einfach Schicksal. Unter den damaligen Lebensverhältnissen hatte kaum jemand das nötige Geld, um sich eine Behandlung beim Tierarzt zu leisten. Man besorgte sich einfach neue Vierbeiner.

Und heute?

Im Leben vieler Menschen nehmen Tiere mittlerweile eine bedeutende Stellung ein. Sie sind Sozialpartner und Familienmitglieder. Im Notfall geben viele Besitzer ihr letztes Hemd, um ihren Vierbeiner vor einem frühzeitigen Tod zu bewahren. Und die Tiermedizin bietet heutzutage mit modernster Technik auch die besten Behandlungsmethoden.

Schnelles Loch in der Kasse

Doch das hat alles seinen Preis. Natürlich kann man vorausschauend planen oder kleine Rücklagen in der persönlichen „Tiersparkasse“ bunkern – bevor Hund oder Katze krank werden. Wenn der Ernstfall dann aber eintritt, kann das einen Tierhalter ziemlich schnell überfordern.

Schon die notwendige Impfung, Wurmkur, Floh- und Zeckenvorbeugung reißen ein erhebliches Loch in die Kasse. Die Kosten für eine Operation mit nachfolgendem Klinikaufenthalt, teuren Arzneimitteln oder Röntgenuntersuchungen wachsen Tierbesitzern schnell über den Kopf. Dieser Einsatz ist häufig nicht mal mehr in Raten zu bezahlen.

Tierkrankenversicherungen – vergleichen Sie Angebote

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten Tierkrankenversicherungen, die sich aber im Preis-Leistungsverhältnis erheblich unterscheiden. Bevor Sie unterschreiben, sollten Sie immer verschiedene Angebote vergleichen. Wie bei allen Versicherungen gibt es auch hier unterschiedliche Kostenbegrenzungen, manche bieten eine Selbstbeteiligung an. Alternativ können Sie auch eine reine OP-Versicherung abschließen. Darunter gibt es einzelne ohne Kostenbegrenzung.

Alte Tiere unerwünscht

Manche Tarife der Hundeversicherungen bieten einen Versicherungsschutz nur bis zum vierten oder siebten Lebensjahr an. Das Eintrittsalter für Ihren Vierbeiner ist also eingeschränkt: Für einen graubärtigen Oldie werden Sie kaum noch einen Vertrag abschließen können.

Grundsätzlich gilt: Um eine Tierversicherung überhaupt in Anspruch zu nehmen, müssen Sie nach Vertragsabschluss eine Wartezeit von einem Monat bis zu drei Monaten in Kauf nehmen.

Worauf Sie vor Abschluss auch noch achten sollten

Eine Versicherung entlastet zwar das Portemonnaie des Besitzers. Im Vorsorgebereich drohen dennoch Kosten, die Sie aus eigener Tasche bezahlen müssen. Nicht alle Leistungen werden übernommen – beispielsweise bei Impfungen oder Wurmkuren. Auch Kastrationen und Sterilisationen werden selten bezuschusst. Gerade mit jungen, neuen Vierbeiner belastet das schnell die Haushaltskasse.

Und: Nicht jede Versicherung rechnet mit Ihrem behandelnden Tierarzt ab. Manchmal muss der Besitzer in Vorkasse gehen. Gerade bei einer OP oder einem Klinikaufenthalt kann das ganz schön teuer werden.

Entscheidungshilfen

Informieren Sie sich schon in den ersten Lebensmonaten Ihres Vierbeiners bei Ihrem behandelnden Tierarzt über mögliche anfallende Kosten. Prüfen Sie, ob Ihre Haushaltskasse das trägt. Wenn
nicht, ist der Abschluss einer Versicherung anzuraten. Allerdings nach einem gründlichen Vergleich.

Wer die finanziellen Möglichkeiten hat, kann auch abwarten und die angefallenen Tierarztkosten mit den möglichen Monatsbeiträgen vergleichen. Auch das erleichtert die Entscheidung, ob sich der Abschluss eines Krankenschutzes lohnt oder vielleicht nur eine OP-Versicherung sinnvoll ist.

 

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