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Wer seine vier Wände mit einem Haustier teilt, ist zufriedener. Denn: Von dieser speziellen Wohngemeinschaft gehen positive Effekte für die seelische und körperliche Gesundheit aus.

Menschen, die mit Haustieren leben, weisen weniger Stresssymptome auf. Dies bewies eine Studie amerikanischer Forscher der Universität von Buffalo. Bei Probanden mit Hunden oder Katzen stellten die Forscher weniger Stresssymptome fest. Sie hatten eine niedrigere Herzfrequenz und einen niedrigeren Blutdruck. Erwiesen ist auch, dass Tierhalter bessere Cholesterin- und Blutfettwerte haben. Chronisch Kranke benötigen weniger Medikamente, außerdem gehen sie im Durchschnitt 10 Prozent seltener zum Arzt.

Dass sich Heimtiere positiv auf die körperliche und soziale Befindlichkeit auswirken, bestätigt unter anderem auch Sozialpädagoge Frank Nestmann von der Technischen Universität Dresden.

Hunde sind gut fürs Herz

„Fitness-Studio und Morgengymnastik sind gut, ein Hund ist besser“, sagt Christa Westendorf von der Interessengemeinschaft Deutscher Hundehalter e.V., Hamburg. Der Trainer auf vier Pfoten sorgt nicht nur konsequent für ein tägliches Trimmprogramm, sondern auch für Spaß.

Schon in der Frühe beim Gassi gehen bringt er Frauchen und Herrchen regelmäßig auf Trab. Zwischen acht und 20 Stunden in der Woche trainieren Hundebesitzer ihre Bein- und Rumpfmuskulatur, intensivieren die Atmung, stärken nachweislich Herz und Kreislauf. Rund 450 Kalorien schmelzen bei einer Stunde „an der Leine.“ Herzinfarkte, Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Stresssymptome sind bei Hundebesitzern nachweislich geringer. Psychische Probleme eher selten. Schon das Streicheln über das weiche Fell, das Kraulen der Ohren oder umgekehrt ein Stups mit der feuchten Hundenase senken spürbar Pulsfrequenz und Blutdruck.

Haustiere als bewährte Vermittler von Lebensfreude

Es muss natürlich nicht unbedingt ein Hund sein. Auch die Ausstrahlung einer Katze wirkt positiv. Wer Samtpfoten liebt, genießt ihre verschmuste und anschmiegsame Art. Besonders ihr wohliges Schnurren lässt Katzenfreunde dahinschmelzen. Und es beruhigt ungemein. Auch Stubentiger sind damit tolle und natürliche Blutdrucksenker.

Ärzte und Therapeuten nutzen immer häufiger das heilsame Potenzial von Tieren: Sie setzen sie gezielt als sogenannte „Co-Therapeuten“ ein. So hat man beispielsweise festgestellt, dass unruhige Alzheimer-Patienten ausgeglichener werden, wenn sie regelmäßig Fische in einem Aquarium beobachten können. Generell wirken Fische in ihrer magischen Unterwasserwelt nicht nur faszinierend, sondern auch beruhigend und erholsam auf Menschen.

Und auch Seniorenheime erkennen die gesundheitsfördernde Bedeutung der Tiere. Einer Umfrage zufolge erleben sich ältere Menschen mit Haustier sympathischer, aktiver und weniger einsam als Gleichaltrige ohne Tier. Das Beobachten und das Streicheln der Tiere unterstützen zudem den Abbau von Aggressionen und helfen so zusätzlich bei der Bewältigung von Stress.

Fakt ist auch: Wer ein Tier hält, hat weniger Zeit, ständig um seinen eigenen Sorgen-Zenit zu kreisen. Schließlich machen die Vierbeiner nicht nur Arbeit, sondern fordern meistens dezent bis lautstark persönliche Zuwendung ein. Hunde, Katzen, Kaninchen, Vögel & Co. machen es einem also ganz schön schwer, sich permanent nervenzehrenden Grübeleien hinzugeben.

 

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