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Man sagt, Sie haben einen Vogel? Dann können wir Sie nur beglückwünschen. Denn einen gefiederten Freund zu haben zeugt nicht nur von Individualität, sondern auch von Unbeeinflussbarkeit gegenüber gewissen haustierischen Modeerscheinungen wie Golden Retriever, Möpse oder Nacktschnecken. Allein, es stellt sich auch hier folgende Frage: Was frisst so ein Piepmatz eigentlich? Damit beschäftigt sich unsere heutige Kolumne.

Zunächst einmal darf objektiv festgestellt werden: Wie jedes Lebewesen bevorzugt auch ein Vogel einen reich gedeckten Tisch, sprich: abwechslungsreiche Kost. Nehmen Sie sich das bitte zu Herzen! Grundsätzlich wird bei den Vögeln zwischen Weichfressern und Körnerfressern unterschieden. Letztere haben nicht zwangsläufig die Waldorfschule besucht, wohingegen erstere besonders auf Insekten und Früchte stehen. Typische Weichfresser sind beispielsweise Stare oder Japanische Brillenvögel, bei typischen Körnerfressern handelt es sich um Papageien, Wellensittiche, Kanarienvögel, Nymphensittiche oder Finken.

Beginnen wir mit den Weichfressern: Die mögen Mehlwürmer, Maden, Raupen, Heuschrecken, Ameisen und Fliegen – also all jenes Zeug, das unbedarfte Kinder beim Spielen gerne in die Hosentasche stecken, um ihre ahnungslosen Mütter beim Wäschewaschen zu Tode zu erschrecken. Nun ist es aber leider so, dass nicht alle Weichfresser-Halter unbedarfte Kinder haben bzw. alle Männer von Müttern eine Mehlwurm-Zucht betreiben. Diesen Menschen kann aber trotzdem geholfen werden! Und zwar mit leckeren Viechern aus dem Tierbedarfshandel. Zugefüttert wird das Ganze dann mit einer bei Weichfressern sehr beliebten Obst-Insekten-Kombination, z. B. Apfel mit gespickten Ameisen oder Birne an Raupen-Mus – ja, es wahr, manche Vögel bevorzugen ihre Insekten ausschließlich als Brei.

Für die ganz Zartbesaiteten unter Ihnen sei an dieser Stelle bemerkt: Auch für Weichfresser gibt es Trockenfutter aus dem Handel, zum Beispiel caruzoo.de! Das muss aber zuvor eingeweicht werden – und sollte nie die tierische bzw. frische Kost komplett ersetzen, denn sonst könnte Ihr Vogel irgendwann auf Grund von Mangelerscheinungen von der Stange fallen.

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