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Chinchillas sind drollige und vor allem springfreudige Hausgenossen. Eine Sache lieben die aufgeweckten Kerlchen ganz besonders: sich tüchtig im Sand zu wälzen.

Im Unterschied zu anderen Nagetieren erreichen sie bei guter Pflege ein geradezu biblisches Alter von etwa 20 Jahren.

Für Kinder eignen sich die seidig-puscheligen Südamerikaner übrigens überhaupt nicht. Chinchillas sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber ziehen sie sich einfach in ihr Häuschen zurück. Auch sind sie mit ihrem zarten Körperbau keine Freunde von „übergriffigen“ Körperkontakten. Und ihr fluffiges Fell fällt relativ leicht aus.

Am allerliebsten leben Chinchillas mit einem Artgenossen zusammen. Sie sollten daher als Pärchen gehalten werden. Zwei Weibchen aus einem Wurf vertragen sich ebenfalls ganz gut.

Käfig und Freilauf – so fühlt sich ein Chinchilla wohl

Der ideale Käfig kann gar nicht groß genug sein. Besonders die Höhe ist entscheidend, da Chinchillas für ihr Leben gerne springen. Hochformatige Volieren mit verschiedenen Zwischen-Etagen sind daher die geeignete Grundbehausung. Achten Sie bei dem Käfigkauf oder Eigenbau unbedingt darauf, dass die Gitterabstände des Käfigs nicht breiter als 15 mm sind, damit sich Ihr Vierbeiner bei einem Fluchtversuch aus dem Käfig nicht übel an der Wirbelsäule verletzt.

Zur Innenausstattung gehören Schlafhäuschen, erhöhte Sitzbretter und spannende Höhlen. Das ultimative Non-Plus-Ultra einer jeden Chinchilla-Wohlfühl-WG aber ist: eine mit speziellem Chinchilla-Sand gefüllte Wanne, in der es sich ordentlich wälzen lässt.

Wenn Sie also schon länger mit dem Gedanken spielen, sich Chinchillas anzuschaffen, bedeutet das: Wer sich diese Vierbeiner zulegt, muss sich letztendlich mit ihrem staubig-sandigem Hobby anfreunden und häufiger mal zum Staubsauger greifen.

Am besten: Wohnung umrüsten

Chinchillas sind wie viele andere Nagetiere mit viel Auslauf ausgeglichener, weil glücklicher. Das heißt: Auch der größte Käfig kann den täglichen Auslauf in der Wohnung nicht ersetzen.

Und wie alle Nager knuspern sie besonders gerne an Kabeln, Möbeln, Tapeten und Dekoration herum. Selbstverständlich machen die flinken Gesellen auch vor Pflanzen nicht halt. Im Interesse der Tiere sollte also sämtliche Wohnungs-Botanik unerreichbar sein. Künftige Chinchilla-Halter sollten grundsätzlich gewisse Vorkehrungen in der Wohnung treffen, um einen sicheren Freigang ihrer Tiere zu gewährleisten, aber auch um liebgewonnene Gegenstände in der Wohnung zu schützen.

Die Ernährung

In ihrer Heimat ernähren sich die vorwitzigen Hüpfer von karger Nahrung wie Gräsern, Kräutern und Blattwerk. Für die gesunde Haltung daheim bedeutet das:

  • Gutes, frisches Heu für einen gleichmäßigen Zahnabrieb
  • Gräser-Kräuter-Chinchilla-Pellets ohne Getreide- und Zuckerzusätze aus dem Handel
  • Schadstofffreie Obsthölzer
  • Und natürlich täglich frisches Wasser

Mit guter Pflege, viel Geduld und Umsicht bekommt man schließlich einen guten Draht zu den flauschigen Südamerikanern. Hat man erst mal ihr Zutrauen gewonnen, geben sie sich geradezu wonnig manchen Kraul-Einheiten hin – allerdings nur, wenn sie wollen.

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