Futterumstellung bei Hund und Katze; Foto: Willee Cole, Fotolia.com

Futterumstellung bei Hund und Katze; Foto: Willee Cole, Fotolia.com

Du bist, was du isst: Ein Spruch, der nicht nur auf Zweibeiner zutrifft, sondern genauso auf Mieze und Bello. In Ernährungsfragen ist besonders die Nahrungsumstellung ein immer wiederkehrendes Thema. Worauf sollte man achten?

Das kommt ganz darauf an. Denn jedes Tier ist anders. Und das von Welpenbeinen an. Ob Hund oder Katze – den Grundstein für jede Esskultur legt der Züchter in der Welpenkiste. Beste Voraussetzungen bekommt so ein kleines Wesen mit, wenn es viel und lange Muttermilch erhält. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit. Sicher kann es vorkommen, dass eine Mutter keine oder nicht ausreichend Milch hat. Bei Hundezüchtern begegnet man aber manchmal einer eigenartigen Praxis: Einige füttern sehr früh Welpenmilch und Welpenbrei zu, damit die Mutter kein „allzu großes“ Gesäuge ausbildet beziehungsweise früher mit der Gesäugerückbildung beginnt. Aus rein kosmetischen Gründen mit Blick auf künftige Ausstellungserfolge. Muttermilch ist jedoch auch beim Tier das beste Mittel für ein starkes Immunsystem und um späteren Allergien und Unverträglichkeiten vorzubeugen.

Achtung Futterprägung

In der Welpenkiste kommt aber noch ein weiterer Aspekt zum Tragen: Das Aufzuchtfutter, das der Züchter den Welpen bis zur Abgabe vorsetzt. Manche Züchter füttern nur eine einzige Sorte oder Marke, aus Kostengründen im schlimmsten Fall auch noch eine minderwertige. Den Welpen sieht man es nicht an, für die Gesundheit kann das jedoch fatale Folgen haben. Gerade wenn im Welpenfutter viel Getreide ist oder Protein aus minderwertigen Quellen wie Gen-Soja oder Hühnerfedern, wird späteren Futterproblematiken Tür und Tor geöffnet. Verantwortungsvolle Züchter tischen ihren Kleinen die ganze Palette kulinarischer Genüsse auf, die die Hunde- oder Katzenernährung bietet – vom Rohfleisch über qualitativ hochwertiges Dosen- und Trockenfutter bis hin zu Selbstgekochtem und diversen, naturbelassenen Knuspersachen, seien es Kaninchenohren, Ochsenziemer oder Schweineohren. Auch Katzen können daran irre Freude haben. Selbst Wiener Würstchen oder Käse zur Belohnung haben solche Welpen oft schon gekostet. Der Vorteil derartiger Abwechslung liegt darin, dass sich Verdauungstrakt und Stoffwechsel auf natürliche Vielfalt einstellen.  Und damit werden sie überhaupt erst in die Lage versetzt, Vielfalt zu bewältigen. Werden sie von Anfang an auf eine einzige Futtersorte oder gar Marke eingeschworen, können sie diese Fähigkeit verlieren. Vor allem, wenn Welpenkäufer aus Angst, Fehler zu machen, die Züchterpraxis fortsetzen.

Die richtige Futterumstellung – so geht’s

Futterumstellungen sind sinnvoll, wenn die bisherige Ernährung nicht ganz bedürfnisgerecht war oder wenn Probleme mit dem gewohnten Futter aufgetreten sind. Bei Problemen sollte die Umstellung tatsächlich abrupt erfolgen. Es ist nicht sinnvoll, ein Futter „sanft“ auszuschleichen, das zum Beispiel Hautirritationen oder Juckreiz hervorruft. Je eher das alte Futter aus dem Körper raus ist, desto besser. Wenn das neue Futter dann ein oder zwei Tage lang „Übergangsprobleme“ verursacht, ist das nicht so schlimm. Je einseitiger und minderwertiger aber ein Tier in der Vergangenheit ernährt wurde, desto behutsamer sollte eine Futterumstellung tatsächlich vonstatten gehen. Man kann dann zum Beispiel die ersten neuen Bröckchen zwischendurch anbieten oder jeden Tag ein paar mehr ins gewohnte Futter geben. Dessen Anteil wird zugleich nach und nach reduziert. „Mäkelkatzen“ kann man übrigens oft mit einer Prise Katzenminze für neue Schmankerl begeistern. Um Vielfalt einzuführen, erweitert man nach und nach das Nahrungsspektrum insgesamt. Dabei aber immer nur eine Komponente neu hinzufügen und jeweils etwa eine Woche weiterfüttern, ehe es mit anderen neuen Nahrungsproben weitergeht.

Tipps und Tricks zu Futterumstellungen:

  • Bei Problemen das Futter sofort wechseln
  • Bei Tieren, die Vielfalt nicht gewohnt sind, behutsam vorgehen
  • Mutig ausprobieren, aber gewissenhaft beobachten

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