Gesunde und leckere Snacks für Katzen; Foto: Natalia D., Fotolia.com

Gesunde und leckere Snacks für Katzen; Foto: Natalia D., Fotolia.com

Kleine Leckerbissen verkürzen katzengerecht die Zeit zwischen den Hauptmahlzeiten, können zur freundlichen Erziehung eingesetzt werden oder sorgen für Extraspaß beim gemeinsamen Spielen.

Im Fachhandel wird eine Fülle unterschiedlicher Leckerlis für Katzen angeboten. Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

Getreide für Fleischfresser?

Die klassischen Leckereien für Katzen sind Trockenfuttervarianten. Noch häufiger als bei üblichem Trockenfutter findet sich bei Leckerlis Pflanzliches als Hauptzutat: Getreide, pflanzliche Nebenprodukte und Eiweißextrakte. Der Verdauungstrakt der Katze ist aber auf die Verarbeitung von Fleisch spezialisiert. Ein hoher Anteil pflanzlicher Nahrung kann nicht gut verwertet werden. Weiterhin enthalten die Industriesnacks häufig Milchprodukte, obwohl es viele Katzen mit Laktoseunverträglichkeit gibt. Auch Zucker ist keine Seltenheit und alles andere als gesund für den Stubentiger.

Leckerlis mit „Funktion“?

Katzenleckerlis scheinen reine Wundermittelchen zu sein, wenn man den Produktbeschreibungen glaubt. Sie versprechen glänzendes Fell, gesunden Stoffwechsel, Schutz vor Haarballen und vieles mehr. Ganz neu: Leckerchen, die getrocknetes Gras enthalten, sollen Katzengras überflüssig machen. Fleisch, die wichtigste Nahrung für Katzen, ist in diesem Produkt nicht enthalten. Bekommt eine Katze ein gutes Alleinfutter als Hauptmahlzeit mit einem hohen Anteil an hochwertigen, fleischlichen Proteinen, benötigt sie dieses functional food nicht. Und ihr bleibt das Vergnügen erhalten, genüsslich die Spitzen vom leckeren Katzengras abzuknabbern.

Eine gute Wahl

Der Gesundheitsaspekt rückt aber zunehmend in den Fokus der Tiernahrungshersteller. Immer mehr Firmen setzen auf Natürlichkeit in der Katzennahrung und verzichten auf die sonst üblichen zahlreichen Inhalts- und Zusatzstoffe. So gibt es vergleichsweise hochwertige Trockenfutterleckerchen mit einem hohen Fleischanteil. Daneben empfehlen sich Produkte aus überwiegend (>90%) getrockneten Fleisch. Eine andere, bei vielen Katzen sehr beliebte Variante ist gefriergetrocknetes Fleisch. Viele dieser Produkte sind auch für Katzen mit Futtermittelallergien geeignet, weil sie jeweils nur eine einzige Fleischsorte beinhalten.

Trocken, trockener, zu trocken!

Ein Nachteil bleibt: Alle Snacks sind eigentlich zu trocken für die Katze. Denken Sie also immer daran, Ihrer Katze verschiedene Trinkplätze anzubieten. Bei schlechten Trinkern kann man auch etwas Wasser unter das Nassfutter rühren, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen. Oder Sie versuchen es mit einem stabilen, gut zu reinigenden Katzentrinkbrunnen aus Keramik, der so manchen Stubentiger aus reinem Spaß an dem Blubberwasser dazu verleitet, häufiger zu trinken.

Die Menge macht’s

Schlussendlich kann man sagen: In kleinem Umfang sind natürlich auch ungesunde Naschereien keine Tragödie. Eine leckere Knuspertasche alle paar Tage wird Ihrer Katze sicher nicht schaden. Wichtig: Die gesünderen Katzensnacks zeichnen sich eher durch das Fehlen von ungesunden Inhaltstoffen aus, aber sie sind keine Alleinfuttermittel. Sie können deshalb toll für gemeinsame Aktivitäten mit der Katze und als Belohnungen eingesetzt werden, sollten aber nur einen kleinen Anteil der täglichen Nahrung ausmachen.

Dieses Thema könnte Sie auch interessieren:

 

Tipp vom Lindermanns-Tierwelt-Team: Im caruzoo Shop gibt es eine große Auswahl an Katzensnacks.

 

Unsere Empfehlungen im caruzoo Shop:

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.