Katzen-Noergelei am Futternapf, Foto: Lexuss, Fotolia.com

Katzen-Noergelei am Futternapf, Foto: Lexuss, Fotolia.com

Die Nörgler unter den Katzen sind eine Herausforderung für ihre Besitzer. Was hinter der Futterverweigerung steckt und wie man der Katze das Fressen wieder schmackhaft macht.

Sie können einen zur Verzweiflung treiben: Katzen, die den vollen Napf stehen lassen. Meist trifft es Wohnungskatzen. Das liegt im Wesen der Katze begründet.

Katzen sind Ansitzjäger, sie verfolgen ihre Beute nicht, sondern warten geduldig vor dem Mäuseloch, bis die Maus verwegen wird. Stellt die Beute sich  tot, hat sie eine reelle Überlebenschance. Der Appetit kommt beim Jagen. Über den Tag verteilt  fressen Katzen so  mehrere kleine Beutetiere, etwa 25 Gramm Maus pro Mahlzeit. Ihr Magen ist für große Portionen nicht gemacht.

Die Jagdstrategie prägt das Fressverhalten

Hauskatzen erhalten wie Hunde meist ein- oder zweimal Großportionen täglich, oft steht Futter zur freien Selbstbedienung. Viele Katzen tolerieren das. Anspruchsvollere Stubentiger nicht. Der Napfinhalt  weckt keinen Jagdinstinkt und Mieze wartet geduldig auf ein besseres Angebot. Oder sie nippt  etwas und geht dann wieder. Das ist artgerecht, keine Futterverweigerung.  Besorgte Besitzer servieren jetzt Alternativen und schnell hat die schlaue Katze sie im Griff.

Nicht immer ist es Mäkelei. Freigänger, wenn sie nicht abmagern, jagen lieber oder werden von Nachbarn gefüttert und sind  einfach satt. Appetitlosigkeit kann auch krankheitsbedingt auftreten. Katzen sollten nicht länger als vierundzwanzig Stunden hungern, ansonsten können sie gesundheitlich schweren Schaden nehmen. Appetitlose Katzen sollten daher zunächst untersucht werden. Ist die Katze jedoch gesund, hilft meist eine Änderung der Fütterungsgewohnheiten.

Bei reinen Hauskatzen  ist die Aufteilung der Tagesration in kleine  „Mäuse-Portionen“ anstelle von Großportionen oder  Dauerfütterung vielleicht  schon die Lösung des Problems. Selbst auf geübte Nörgler wirkt Blut von aufgetautem Muskelfleisch (niemals Schwein) magisch anziehend. Wichtig: Nach 15 Minuten wird der Napf entfernt. Warten müssen macht hungrig. Katzen müssen nicht jeden Tag pappsatt sein, das ist natürlich.

Erlebnisfressen statt Fressnapfleeren

Trockenfutter kann Mieze sich verdienen: Bröckchenwerfen ist ein Renner mit Trainingswert, Fummelbretter oder mit Futter gefüllte Bälle, die beim Spielen den Inhalt verlieren, ersetzen das Mäuseloch. Manche Katzen entwickeln erstaunliches Anglerglück, wenn Trockenfutter in Wasser schwimmt. In der Wohnung verteilte Appetithappen, zwei, drei kleine Stückchen, die sich vielleicht sogar runterwerfen lassen, veranlassen die Katze, das Wohnungsrevier nach Beute zu durchstreifen. Sie bewegt sich mehr, wird fitter und zufriedener. Ist die Katze etwas schüchtern, frisst sie am  liebsten allein und braucht vielleicht nur einen ruhigen, ungestörten Futterplatz.

Wie die Vorfahren decken auch Hauskatzen ihren Flüssigkeitsbedarf vorwiegend über die Beute. Darum bevorzugt Feuchtfutter füttern, insbesondere bei Katern zur Prophylaxe von Harnwegserkrankungen gern noch mit etwas Wasser verdünnt. Der Trinknapf steht am besten möglichst weit vom Fressnapf entfernt.

Tipp des Lindermanns-Tierwelt-Teams: Im caruzoo Shop gibt es eine große Auswahl an Katzenfutter, das Cat Activity Fummelbrett und verschiedene Snackbälle, um den Jagdinstinkt in Ihrer Katze zu wecken.

 

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