Wie Sie Ihre Katze zum Trinken animieren können, Foto: Coco, Fotolia

Wie Sie Ihre Katze zum Trinken animieren können, Foto: Coco, Fotolia

Hand aufs Herz: Trinken Sie täglich die für Menschen empfohlene Mindestmenge Wasser? Dann sind Sie als Katzenhalter in bester Gesellschaft. Auch Katzen geben sich beim Thema Trinken gerne mäkelig. Dabei gilt auch hier uneingeschränkt: Viel trinken ist gesund!

Manche Katzen verspüren offensichtlich Durst und stillen diesen gerne am bereitgestellten Napf. Leider können wir uns aber nicht darauf verlassen, dass unsere Tiger „wissen“, wie viel Wasser sie brauchen. Einige nehmen viel zu wenig Wasser zu sich, was sich durch ein paar Tricks aber einfach verbessern lässt.

Von Natur aus zurückhaltende „Trinker“

Die Falbkatze, die Stammform der Hauskatze, lebt in sehr trockenen Regionen, in denen es wenige Wasserquellen gibt. Sie ist daran angepasst, die nötige Flüssigkeit weitgehend über ihre Beutetiere aufzunehmen, die, wie jeder Organismus, zu über 80 Prozent aus Flüssigkeit bestehen.

Insofern sind auch unsere Stubentiger von Natur aus erst mal gar nicht so darauf geeicht, aktiv viel zu trinken. Da wir unseren Vierbeinern aber so gut wie nie ein echtes Beutetier im Napf kredenzen, sondern häufig Fertig- und Trockenfutter, kann bei Katzen schnell eine Unterversorgung in puncto Flüssigkeitsaufnahme eintreten. Gesundheitsprobleme, wie Harnsteinbildung oder Nierenprobleme, sind häufige Folgen von jahrelanger Trinkverweigerung und können vermindert werden, wenn die Katze animiert wird, mehr Wasser aufzunehmen.

Trennung von Futter und Wasser

Katzen lassen einen Wassernapf, der direkt neben dem Futter steht, häufig links liegen. Der Grund: In der Natur verspeisen Katzen ihre Beutetiere auch nicht an der Wasserstelle, sondern kommen den Tätigkeiten Essen und Trinken stets an getrennten Plätzen nach. Bieten Sie Ihrer Katze deshalb Trinkschalen in einiger Entfernung zum Futterplatz an. Dabei gilt es, die individuellen Vorlieben der Katze herauszufinden: Schätzt sie Trinkplätze mit viel Platz auf dem Boden oder liebt sie es, auf der Fensterbank zu trinken? Wenn Ihre Katze an vielen Stellen in der Wohnung auf Wassernäpfe stößt, erhöht dies die Chance, dass sie immer mal ein Schlückchen zu sich nimmt. Dabei muss das Trinkwasser nicht nur aus hygienischen Gründen täglich frisch erneuert werden, sondern weil die Katze es dann auch umso lieber zu sich nimmt. Glas-oder Keramik-Gefäße sind dabei geeigneter als Plastikschalen, da Katzen den Plastikgeschmack unattraktiv finden.

Ruhiger See oder fließendes Gewässer?

Gegenüber stehenden Gewässern bevorzugen Katzen fließendes Gewässer. Insofern kann ein hochwertiger Keramik-Katzenbrunnen wertvolle Dienste leisten. Dieser sollte leicht zu reinigen sein und eine möglichst leise Pumpe haben.

Oder ist Ihre Katze etwas abenteuerlustiger und immer zur Stelle, wenn Sie den Wasserhahn aufdrehen? In diesem Fall machen Sie daraus gerne zweimal täglich ein schönes gemeinsames Ritual. Lassen Sie den Wasserhahn ein wenig tropfen oder leicht fließen und beobachten Sie das Spiel der Katze! Eine Freude für alle Beteiligten!

Den Spaß am Trinken kann man bei einigen Katzen übrigens auch steigern, indem Sie dem Vierbeiner eine erhöhte Sitzgelegenheit vor dem Napf anbieten. Katzen kauern sich zum Trinken nämlich gerne hin und neigen den Kopf hinunter, so wie sie es draußen an Pfützen und Teichen machen. Das ist wohl auch der Grund, warum manche Katzen es lieben, direkt aus der Toilette zu trinken.

Obwohl fließendes Wasser bevorzugt wird, werden viele Katzenhalter schon bemerkt haben, dass ihre Vierbeiner aber auch abgestandenes Wasser aus Blumenuntersetzern schleckern. Denken Sie bitte daran, wenn Sie die Blumen düngen. Am besten sollten Übertöpfe gewählt werden, sodass die Fellnasen keinen Zugang zum Blumenwasser haben können.

Trick 17: Wasser mit Geschmack

Wenn Sie etwas Aufwand nicht scheuen, können Sie für Ihre Katze auch regelmäßig eine schmackhafte Brühe kochen, indem Sie einfach ein Stück Fleisch in etwas Wasser gut durchkochen. Bitte nicht würzen! Abgekühlt finden das viele Katzen äußerst delikat, und aus dem Fleisch können Sie kleine Leckerchen machen. Die Katzenbrühe lässt sich zudem prima in Eiswürfelbehältern einfrieren, sodass sie tägliche Portionen auftauen können.

Schummeln erlaubt

Das alles überzeugt Ihre Katze nicht? Dann versuchen Sie, ihr regelmäßig etwas Wasser unter das normale Futter zu mischen. Gerade die Soßenschlecker unter den Katzen werden das gerne annehmen. Auch für Trockenfutterjunkies findet sich meist ein geeignetes Maß: Experimentieren Sie einfach, bis zu welchem Durchfeuchtungsgrad das Trockenfutter noch angenommen wird.

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