Worauf man bei Katzenfutter achten sollte; Foto: iNNOCENt, Fotolia.com

Worauf man bei Katzenfutter achten sollte; Foto: iNNOCENt, Fotolia.com

Wenn sie könnten, wie sie wollten, würden Katzen sich vermutlich keine „Pâté“  in die Dosen füllen, sondern Mäuse. Ganze Mäuse. Im eigenen Saft, versteht sich. Ein kleiner Exkurs in die Welt der Katzen-Gourmets.

Wenn’s um den Napf geht, könnte so manche Katze neidisch auf ihre Hundekumpel werden. Und verständnislos ihren hübschen Kopf schütteln angesichts der Frage, warum es für Katzen nicht annähernd so viel Auswahl gibt wie in Sachen Hundefutter. Dabei sind Katzen insoweit noch anspruchsvoller als Hunde. Und noch leichter können Katzenhalter in die vielen Ernährungsfallen tappen, die Hundehalter bereits seit Längerem umtreiben.

Pro & Contra Trockenfutter

Für Herrchen und Frauchen geht es kaum praktischer: Trockenfutter lässt sich leicht transportieren, ist haltbar und kann getrost stehen gelassen werden, damit Mieze sich nach Herzenslust bedienen kann. Immerhin speisen Katzen bis zu zwölf Mal pro Tag, jeweils mausgroße Portionen. Mit ein oder zwei Mahlzeiten ist es also längst nicht getan. Die meisten Trockenfuttersorten für Katzen enthalten jedoch Getreide. Und das steht in der Kritik. Nicht nur deshalb, weil es fett macht. Sondern vor allem, weil es allerlei Gesundheitsrisiken birgt. Wer argumentiert, dass Katzen mit dem Inhalt von Mäusen auch Getreide aufnehmen würden, vergisst, dass es sich dabei um geradezu mikroskopische Mengen handelt. Im Katzen-Trockenfutter stecken jedoch bis zu 30 Prozent. Zum Glück bieten immer mehr Firmen getreidefreies Trockenfutter für Katzen an. Wer also Trockenfutter füttert, sollte unbedingt auf solches achten. Kaltgepresstes Trockenfutter für Katzen gibt es noch nicht.

Nassfutter

Auch Nassfutter ist häufig sprichwörtlich „für die Katz‘“. Viele Sorten enthalten kein gewachsenes Fleisch, sondern sogenanntes Formfleisch. Das wird aus kleinen Schlachtabfällen hergestellt, was zunächst nicht zu beanstanden ist. Allerdings ist erlaubt, Formfleisch im Herstellungsprozess zu „strecken“. Dadurch wird es billiger. Gestreckt wird zum Beispiel mit Eis, das Wasser wird dann wie bei der Wurstherstellung gebunden. Formfleisch kann mehr Wasser aufnehmen, wenn Stärke oder Eiweiß hinzugemischt werden, Milch, Blut, Soja, Weizen oder Aromastoffe etwa. Daher kommt es, dass Nassfutter 70 bis 80 Prozent Wasser enthalten kann. Wo „Kaninchen mind. 4 %“ draufsteht, enthält der verbleibende Rest „echtes“ Fleisch also allenfalls ein paar Promille Kaninchen. Der Trost: Es gibt Katzenfutter ohne Formfleisch. Und das ist nur deshalb teurer, weil wahrlich mehr drin ist.

Hausmannskost

Auch für Katzen kann man selber kochen. Immer größer wird zudem die „Katzen-BARFer-Gemeinde“. BARF bedeutet „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“. BARFen birgt das Risiko, die Katze einseitig und mangelhaft zu ernähren. Wer BARFt, muss daher konsequent und mit großem Sachverstand zu Werke gehen. Empfehlenswert ist, der Katzenhausmannskost einen Nahrungsergänzer beizumischen, beispielsweise „easy BARF“. Wer sich in Sachen gesunde Katzenkost allerdings nicht vollkommen für oder gegen etwas entscheiden möchte, kann den „goldenen Mittelweg“ beschreiten. Der eint die Vorteile aller Fütterungsarten und minimiert die Nachteile: Einfach alles füttern – getreidefreie Trockenkost, formfleischfreies Nassfutter, Selbstgekochtes und Rohes. Katzenfutter muss übrigens keineswegs minimäßig gestückelt werden. Wer in der Natur ganze Mäuse, Babykaninchen und Vögel zerlegen kann, wird auch mit einem ganzen Stück Fleisch fertig. Egal, ob roh oder gekocht. Und ein Knöchelchen zum Abnagen darf auch gerne daran sein.

Tipps und Tricks zur Katzenernährung:

  • Getreidefreies Trockenfutter wählen
  • Bei Nassfutter auf Formfleisch verzichten
  • BARFen nur mit entsprechendem Fachwissen
  • Abwechslungsreich füttern

Tipp des Lindermanns-Tierwelt-Teams: Im caruzoo Shop finden Sie eine große Auswahl an Trockenfutter und Nassfutter für Katzen, sowie ein vielfältiges Angebot an Futternäpfen für Katzen.

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