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Dass Katzen Einzelgänger sind, ist eine Binsenweisheit, die ausgedient hat. Die meisten Katzen sind sehr sozial und mögen Gesellschaft. Am liebsten die eines Artgenossen.

Wer sich gleich von Anfang an zwei Stubentiger auf einen Streich ins Leben holt, macht es sich und seinen tierischen Mitbewohner am leichtesten. Ideal ist, zwei Katzenwelpen gleichzeitig zu adoptieren. Am besten Wurfgeschwister gleichen Geschlechts. Kater und Katze können zwar auch harmonieren. Viele weibliche Katzen leiden jedoch bald unter dem männlichen Draufgängertum des Bruders. Empfehlenswert ist deshalb, zumindest den Kater eines solchen Gespanns möglichst noch vor der Pubertät kastrieren zu lassen. Nicht zuletzt auch im Hinblick auf möglichen Nachwuchs.

Achtung Risiko

Die schlechteste aller Kombinationen ist, eine ältere Einzelkatze mit einer Zweitkatze zu konfrontieren. Die passende Zweitkatze zu finden, ist in solchen Fällen entweder eine Wissenschaft mit ungewissem Ausgang oder ein reiner Glückstreffer.

Die größten Chancen auf ein harmonisches Zusammenleben bestehen, wenn die Zweitkatze selbst sehr sozial und rücksichtsvoll ist oder wenn zwei Katzenwelpen angeschafft werden, die einander interessanter finden. Ebenfalls schwierig: Einer verwitweten Katze einen neuen Partner zuzugesellen. Katzen trauern teilweise bis zu einem Jahr und länger. Erst nach dieser Trauerphase ist die hinterbliebene Katze bereit für einen Neuanfang.

Optimale Vorbereitung

Tendenziell verstehen sich Katzen besser, wenn sie etwa gleichaltrig, gleichgeschlechtlich und auch von Aussehen und Charakter her einander ähnlich sind. Es erfordert Fingerspitzengefühl, die neue Katze mit der Alteingesessenen bekannt zu machen. Es kann helfen, vor dem Einzug der Neuen die Schlafdecken beider Tiere zu vertauschen, sodass sie sich mit dem Geruch der jeweils anderen anfreunden können.

Beim Tierarzt gibt es zudem spezielle Pheromone, Duftstoffe, die die Freundschaft fördern können. Die Erfahrungen sind jedoch unterschiedlich. In Einzelfällen hat es allerdings auch schon geholfen, die neue Katze mit dem „Duft“ von Thunfisch oder Leberwurst sprichwörtlich schmackhaft zu machen.

Die erste Begegnung

Die erste Begegnung verläuft häufig überraschend unspektakulär. Katzen lassen aber durchaus auch mal die Fetzen fliegen. Ein Eingreifen des Menschen ist selten erforderlich. Absolut verboten ist, eine der Katzen bei der ersten Begegnung festzuhalten.

Die Tiere sollten einander auch nicht vorgestellt werden, indem man die eine der anderen vor die Nase hält. Sie müssen sich frei bewegen können und brauchen möglichst viel Platz und Versteckmöglichkeiten. Die Eingewöhnungszeit der Neuen kann sich über mehrere Tage oder Wochen erstrecken. Am besten ist, den gewohnten Tagesablauf nicht zu verändern und den Tieren einfach Zeit zu geben.

Wichtig ist, die Anzahl der Katzenklos aufzustocken: Bei zwei Katzen im Haushalt mindestens drei Toiletten anbieten, möglichst in verschiedenen Zimmern. Da Katzen über Urin und Kot ihr Revier markieren, ist die Gefahr von Unsauberkeit sonst besonders groß. Raufen sich die Katzen trotz allem nicht zusammen, sollte ein Katzenprofi zu Rate gezogen werden.

Tipps und Tricks, damit zwei Katzen Freunde werden:

  • Tiere gleichen Geschlechts, gleichen Alters und Aussehens bevorzugen
  • die Katzen bei der ersten Begegnung nicht festhalten
  • die Tagesroutine beibehalten
  • bei Problemen Katzenprofi konsultieren

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