Mit Bello im Badesee herumzutollen ist ein Riesenspaß. Was aber, wenn er wasserscheu ist? Mit etwas Geduld kann man ihn durchaus fürs kühle Nass begeistern.

Foto: Georgiy-Pashin-Fotolia.com

Was gibt’s Vergnüglicheres, als mit seinem Hund ausgelassen im Badesee herumzutollen – wäre Bello bloß nicht so wasserscheu. Zum Glück kann man ihn mit ein bisschen Geduld durchaus fürs kühle Nass begeistern.

Zugegebenermaßen muss man bei einigen Vierbeinern sehr geduldig sein. Es ist absolut möglich, dass bei dem einen ein einziger Nachmittag genügt, um ihn zur Wasserratte mutieren zu lassen. Einem anderen reicht aber vielleicht ein ganzer Sommer nicht. Das Training ist dennoch nicht vergebens. Denn auch wenn erst der nächste oder übernächste Sommer den Durchbruch bringt, ist ein Plus an Spaß und Lebensqualität für Hund und Besitzer garantiert.

Behutsamkeit heißt das Zauberwort

„Schleif ihn einfach rein, dann wird er schon merken, dass er keine Angst haben braucht“ – was von manchem als probates Mittel angesehen wird, geht tatsächlich kaum grausamer. Wer Bello ins Wasser trägt und an Land schwimmen lässt, macht es auch nicht besser. Ein Hund, dem Wasser fremd oder eklig ist, der nicht weiß, dass er von Natur aus schwimmen kann oder der einfach das Gefühl des Bodenverlusts unter den Pfoten nicht kennt, bekommt Angst. Und die kann sich leicht bis zur Todesangst steigern, ohne dass der Mensch auch nur einen Hauch davon mitbekommt. Oft sind es solche Begebenheiten, die einem Hund dauerhaft die Freude an und das Vertrauen in Wasser verleiden. Dabei kann Schwimmenlernen so einfach sein.

So geht’s

Wer mit Bello das Schwimmtraining beginnt, sollte – so paradox es klingt – das Endziel Schwimmen erst mal aus seinem Hirn streichen. So vermittelt er dem Hund, dass es gar nicht ins Wasser hineingehen soll. Das nimmt den Druck. Am besten lebt man seinem Hund einfach nur vor, wie toll es ist, an einem Ufer zu sein, im Sand zu buddeln und zu spielen. Es ist die natürlichste Sache der Welt, dass man dabei hin und wieder mit den Füßen ins Wasser gerät. Kein Grund, in Ekstase zu geraten, auch nicht vor Begeisterung. „Belohnungen“ kommen erst später zum Einsatz. Zunächst ist nur wichtig, dass der Hund am Wasser zu entspannen lernt.

Nützliche Hilfsmittel

Früher oder später stört es auch den Hund nicht mehr, wenn die Pfoten nass werden. Von großer Bedeutung ist nun, weiter auf Entspannung zu setzen. Oft lassen die ersten kleinen Erfolge Ungeduld aufkeimen. Damit sich Bello etwas tiefer ins Wasser wagt, können Lockmittel wie schwimmfähige Leckerchen oder Spielsachen eingesetzt werden. Ist der Hund mit „Wasser-Schnüffel-“ und „Wasser-Apportier-Spielen“ so vertraut, dass er weder Furcht noch Zögern erkennen lässt, dürfen die Lockmittel erstmals an die Grenze des gerade noch Erreichbaren geworfen werden. An diesem Punkt halten sich viele wasserscheue Hunde sehr lange auf. Es kostet sie einfach große Überwindung, sich über ihre individuelle Stehtiefe hinauszuwagen, die Tragfähigkeit des Wassers zu entdecken und sich ihr zu überlassen. Ein „ermutigender“ Schubser von Menschenhand kann hier das ganze bisherige Training zunichte machen. Besser ist, als Mensch selbst bis zum Hals einzutauchen und vorzugeben, dass man selber schwimmt. Auch, wenn man bloß im Entengang unter Wasser unterwegs ist. Viele Hunde lassen sich durch dieses Beispiel motivieren. Einmal mehr gilt: Geduldig sein und den Entwicklungen ihren Lauf lassen – im ganz eigenen Hundetempo. Mit dem Schwimmen klappt es früher oder später dann von ganz allein.

Wenn es mal schief geht

Wasser hat keine Balken, heißt es, und eine ganze Menge Hunde machen unfreiwillige Bekanntschaft mit dem Nass. Sei es, dass sie unbedarft von einem Steg springen, winters im Eis einbrechen oder beim Paddeln aus dem Boot purzeln. Hunde, die zuvor noch keine Bekanntschaft mit (tieferem) Wasser gemacht haben, versuchen häufig, auf die Wasseroberfläche zu klettern. Das sieht aus, als würden sie wie wild mit den Vorderpfoten aufs Wasser schlagen. Leicht manövrieren sie sich dadurch in eine senkrechte Lage und können dann untergehen wie ein Stein. Von größter Bedeutung ist in solchen Situationen, als Mensch selbst Ruhe auszustrahlen und den Hund mit größtmöglicher Gelassenheit und Selbstverständlichkeit zu retten. Wenn beim Hund ankommt, dass es absolut keine große Sache ist, mal ins Wasser zu fallen, kann er seinen Schrecken am leichtesten überwinden. Dann bleibt in der Regel auch nichts „hängen“, was ihm künftig das Wasser verleidet.

Achtung bei Welpen

Manche Hunde können schon als Steppkes schwimmen, es gibt hier aber rassebedingte Unterschiede. Die sind auf Körperbau und die Menge und Verteilung von Muskelmasse und Babyspeck und auch auf individuelle Besonderheiten zurückzuführen. Es lohnt sich, Welpen bereits ans Wasser zu gewöhnen, mit dem Schwimmen sollte man sich Zeit lassen. Überall am Wasser, vor allem an Gartenteichen, Flussufern oder Swimmingpools ist Aufsicht angesagt. Denn wenn sie hineinfallen, können Welpen ohne Weiteres ertrinken.

Tipps und Tricks, wenn Bello schwimmen lernen soll:

  • Keinen Druck machen
  • Wassererlebnisse mit Spiel, Spaß und Entspannung verbinden
  • Geduld haben und stets gelassen bleiben
  • Keine große Sache aus Unfällen machen

In unserem caruzoo-Shop finden Sie das Sun’n'Fun-Spielset, das helfen kann, Hunde für ein Bad im See zu begeistern.

Dieses Thema könnte Sie auch interessieren:

 

Unsere Tipps im caruzoo-Shop:

 

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.