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Probier’s doch mal mit einem Leckerli – ein Tipp, der nicht zwangsläufig zu besserem Gehorsam führen muss. Denn genau wie wir Menschen empfinden Hunde durchaus auch andere Dinge als lohnend.

Den ultimativen Superpreis für den Hund gibt es nicht. Jeder Hund tickt anders, jeder hat eigene Vorlieben. Die müssen beachtet werden, wenn eine Belohnung vom Vierbeiner auch als solche anerkannt werden soll. Die Devise heißt: Ausprobieren, was am besten „zieht“.

Auch „Arbeit“ ist köstlich

Man kann einem Hund nicht „vorschreiben“, was seine Belohnung sein soll. Da bestimmt nun mal Bello mit. Wenn er genügsam oder verfressen genug ist, reicht tatsächlich das ganz normale Hundefutter.

Kleiner Tipp: Es ist keine Tierquälerei, einen Hund sich ab und zu sein Futter erarbeiten zu lassen – im Gegenteil. Vielen Vierbeinern schmeckt es erst richtig gut, wenn sie fürs Schmankerl vorher etwas tun durften. Solche „Aufgaben“, die hinterher mit Futter belohnt werden, können zum Beispiel Pfötchengeben nach Aufforderung oder das Apportieren eines Gegenstandes sein.

Erlaubt ist, was gefällt

Lässt sich ein Hund nicht so leicht  „abspeisen“, heißt es: aufrüsten. Grundsätzlich dürfen Hunde alles naschen, was auch dem Menschen schmeckt – abgesehen von Schokolade, Weintrauben und Rosinen, die in größeren Mengen für Hunde giftig sein können. Ein Happen Fleischwurst, Käse, Möhrenscheiben oder die Reste vom Mittagsschnitzel dürfen auch gelegentlich in geringen Mengen dargeboten werden – da ist erlaubt, was gut ankommt. Feuchte oder flüssige Leckerchen, beispielsweise püriertes Feuchtfutter oder Hühner-Gemüsesuppe, lassen sich wiederum in speziellen Futtertuben unterbringen. Wer „Futtertube“ googelt, findet sie mittlerweile bei vielen Anbietern im Internet.

Auf Abwechslung achten

Futter ist leicht zu handhaben, stellt aber bei Weitem nicht die einzige mögliche Belohnung für Hunde dar. Ein fliegendes Bällchen oder ein lustiges Intelligenzspiel können Hunde, die dergleichen mögen, ebenfalls zu besserem Gehorsam verhelfen.

Gleiches gilt für Streicheleinheiten und freundliche Worte, Freilauf oder Spielen mit anderen Hunden. Für den Halter ist wichtig: Herausfinden, was dem Hund im jeweiligen Augenblick erkennbar am meisten Freude bereitet. Das ist die größtmögliche und beste Belohnung. Und es stellt sicher, dass die Belohnungen abwechslungsreich bleiben. Ein tägliches Einerlei wird selbst den genügsamsten Wuffel irgendwann nicht mehr motivieren.

Den richtigen Zeitpunkt treffen

Eine Belohnung ist nur dann eine, wenn der Hund weiß, wofür er sie bekommt. Wirklich belohnen lässt sich deshalb immer nur das Verhalten, das der Hund zuletzt gezeigt hat – ein Umstand, der schnell zu Missverständnissen zwischen Mensch und Tier führt. Soll der Hund zum Beispiel „Sitz“ machen und steht dann gleich wieder auf, bekommt er von einigen Tierhalten dennoch sein Leckerchen. Damit aber erhält der Hund seinen „Preis“ fürs Aufstehen, nicht fürs „Sitzmachen“ – und genau so speichert er das dann auch.

Anderes Beispiel: Wird ihm beim Nachhausekommen ein Knochen „verliehen“, weil er auf dem Spaziergang nicht weggelaufen ist, stellt der Knochen in der Wahrnehmung des Hundes ebenfalls keine Belohnung, sondern allenfalls ein Geschenk dar.

Fazit: Eine echte Belohnung muss immer sofort gegeben werden. Nur dann kann der Hund auch eine direkte Verbindung zwischen seinem Verhalten und dem „Gewinn“ herstellen.

Tipps und Tricks für Bellos Belohnungen:

  • Testen, welche Leckerchen der Hund wirklich mag
  • Je nach Situation und konkreten Vorlieben entscheiden,
    was die jeweils größte Belohnung ist
  • Auf Abwechslung achten
  • Unmittelbar in Bezug auf das korrekte Verhalten belohnen

 

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