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Sauber sind sie von Anfang an – eigentlich. Beim Einzug in ein neues Zuhause brauchen viele Katzenwelpen dennoch ein wenig Nachhilfe in Sachen Stubenreinheit.

Mit Staune-Augen schauen sie in die Welt: Alles neu, alles fremd und ungewohnt. Mama und die Geschwister weit weg. Kein Wunder, dass manches Kätzchen da durcheinander gerät und seine guten Manieren vergisst. Beim Züchter verrieten zumeist Geruch und die anderen Katzen, wo das richtige Örtchen für alle kleinen und großen Geschäfte ist. Das will im neuen Zuhause erst einmal entdeckt werden.

Streu vom Züchter mitnehmen

Katzenbesitzer können dem Neuankömmling dabei helfen, sich zurechtzufinden. Am besten ist, den Aktionsradius der kleinen Samtpfote auf ein katzengerecht eingerichtetes Zimmer zu beschränken.

In diesem Zimmer wird, geschützt und dennoch unübersehbar, ein großes, offenes, gemütliches Katzenklo mit feiner, weicher Streu aufgestellt. Empfehlenswert ist, vom Züchter ein Tütchen mit verbrauchter Streu mitzunehmen und damit das Klo daheim zu „garnieren“. So verrät der Geruch dem kleinen Tier, was am stillen Örtchen Sache ist.

Das Katzenklo „zum Leben erwecken“

Ist die Umgebung ruhig und stressfrei, begeben sich junge Katzen recht schnell auf Entdeckungstour. Am besten ist, neben dem Klo Posten zu beziehen und die Schüssel interessant zu machen: Sie können leise darin scharren und ein paar Körnchen Streu hopsen lassen. So, als krabbele eine Maus darin herum. Auch ein Spielzeug kann helfen, Mini-Miez in die Nähe der Toilette zu locken.

Klettert sie nicht selbst hinein, darf nachgeholfen werden. Nun vorsichtig weiterspielen und „Scharrgeräusche“ machen, dann klappt es zumeist sehr schnell mit dem ersten Geschäft. Dafür ruhig auch eine Belohnung geben, denn Katzen lernen genau wie Hunde. Nun noch ein paar Tage aufpassen und „nachhelfen“, dann ist das erfolgreiche Toilettentraining normalerweise vollbracht.

Der Trick der Katzenmütter

Katzenmütter animieren ihre Welpen sich zu lösen, indem sie ihnen mit der Zunge leicht den Po massieren. Versteht eine kleine Katze trotz aller Tricks nicht, wozu die tolle Schüssel mit den lustigen Krümeln da ist, können die Besitzer diese Massage mit einem feuchten Tüchlein imitieren. Das ist vor allem ratsam, wenn man eine junge Katzenwaise oder ein Findelbaby aufgenommen hat oder wenn das Kätzchen zu früh, also vor der 12. Lebenswoche, von der Mutter getrennt wurde.

Der Vierbeiner wird dafür in sein Klo gesetzt. Dann wird vorsichtig massiert. Die Prozedur muss für das Kätzchen angenehm sein und sollte während der Toilettentrainingsphase in ausreichenden Abständen wiederholt werden. Vor allem nach dem Fressen, nach dem Schlafen und Schmusen sowie vor und nach dem Spielen. Manchmal auch dazwischen. Wichtig: Geht das Geschäft mal daneben, niemals schimpfen oder gar bestrafen.

Wenn gar nichts hilft

Nicht jede Katze ist schnell stubenrein. Bei manchen dauert es nur einige Tage, bei anderen können auch mehrere Wochen ins Land ziehen. Sucht die Katze sich immer wieder andere stille Örtchen außerhalb der Toilette, sollten die Besitzer unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Kann dieser nichts feststellen, hilft in den meisten Fällen der kompetente Rat eines Katzenprofis.

Tipps und Tricks, damit Mini-Miez stubenrein wird:

  • Katzenzimmer mit Traumklo vorbereiten
  • Etwas verbrauchte Streu vom Züchter mitnehmen
  • Toilette interessant machen
  • Nicht schimpfen oder strafen, wenn mal was danebengeht
  • Falls es gar nicht klappt: Tierarzt beziehungsweise einen Katzentherapeut zu Rate ziehen

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