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Viele Halter müssen ihre Katze regelmäßig durch Bürsten bei der Fellpflege unterstützen. Aber was kann man tun, wenn die Katze unsere „Hilfe“ nicht zu schätzen weiß und sich mit aller Macht gegen Bürste & Co. wehrt?

Leider sind manche wunderhübschen Rassekatzen nicht mehr in der Lage, ihre lange Haarpracht alleine zu pflegen. Die Folge sind unangenehme, teils schmerzhafte Verfilzungen. Auch manche Hauskatze mit dichtem Fell braucht Hilfe, um keine Probleme mit Haarballen zu bekommen. Einige Katzen sträuben sich allerdings heftig gegen das Bürsten. Wie können wir diese Katzen davon überzeugen, dass die Bürste kein Katzenmonster ist?

In der Ruhe liegt die Kraft

Die Katze hat Angst vor der Bürste und fürchtet möglicherweise Schmerzen. Also müssen wir unserem Stubentiger, der sich eigentlich nur schützen möchte, die Angst nehmen und sein Vertrauen gewinnen. Das können wir schaffen, in dem wir es ganz langsam angehen lassen und das Bürsten mit etwas Schönem verknüpfen.

Die Macht der kleinen Schritte

Wenn die Katze das Weite sucht, sobald wir mit den Haarpflege-Utensilien anrücken, empfiehlt es sich im ersten Schritt, die Bürste einfach nur in die Hand zu nehmen und sie mitten ins Zimmer zu legen. Die Katze kann sich das vermeintliche Teufelswerkzeug dann beizeiten ganz in Ruhe angucken.

Schritt 2: Wir nehmen die Bürste in einiger Entfernung zur Katze in die Hand und werfen ihr sofort ein begehrtes Leckerchen zu. Dies wiederholen wir an mehreren Tagen, bis die Katze uns schon erwartungsvoll anguckt.

Jetzt folgt Schritt 3: Sie nehmen die Bürste in die Hand und warten, dass die Katze sich in Ihre Richtung bewegt. Sobald sie das tut, werfen Sie ihr das Leckerchen hin. Von Mal zu Mal lassen Sie Ihre Katze dafür immer etwas näher kommen. Am Ende ist die Katze bei Ihnen und erkundet die Bürste. Leckerchen!

Zeit für Schritt 4: Wenn Ihre Katze gerade wach, aber in gemütlicher Stimmung ist, nehmen Sie die Bürste und gehen zu Ihrer Katze. Legen Sie die Bürste einfach neben die Katze. Dann gibt es eine gemütliche Streicheleinheit oder gesellige Nähe. Wiederholen Sie dies, bis Ihr Vierbeiner Ihnen entspannt entgegenblickt, wenn Sie mit der Bürste kommen.

Der „Feindkontakt“

Im 5. Schritt ist es wichtig, besonders behutsam vorzugehen: Sie haben sich mit Bürste zu Ihrer entspannten Katze gesetzt. Haben Sie eine Schmusekatze, können Sie einen einzelnen, sanften Bürstenstrich am Schulterbereich zwischen Streichelbewegungen Ihrer Hand einfließen lassen. Wenn Streicheln für Ihre Katze nicht so toll ist, kommt Plan B: Sie berühren Ihre Katze mit der Bürste einmal kurz an der Schulter und geben ihr im nächsten Moment ein Leckerchen. Egal, ob Sie mit Streichel- oder Futterbelohnungen arbeiten – für jeden kleinen Bürstenstrich gibt es nun eine fürstliche Entlohnung. Ihre Ex-Kratzbürste lernt so: „Hey, dieses Ding ist ja gar nicht so schlimm. Für so tolle Snacks kann ich das ertragen!“

Im letzten Schritt erhöhen Sie über viele Tage hinweg langsam die Dauer und die Häufigkeit der Bürstenstriche und belohnen Sie großzügig. Beenden Sie jedes Training, bevor es Ihrer Katze zu viel wird. Mit Zeit und Geduld wird das Bürsten so zum Genuss für Sie beide.

 

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