Katzen sind wahre Meisterstrategen. Sie haben ein untrügliches Gespür für die besten Plätze in der Wohnung. Das kann auch der Teppich im engen Flur sein. Schluss mit lustig ist, wenn andere im Haushalt lebenden Katzen damit gemobbt werden.

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Katzen sind wahre Meisterstrategen. Sie haben ein untrügliches Gespür für die besten Plätze in der Wohnung. Das kann auch der Teppich im engen Flur sein. Schluss mit lustig ist, wenn andere im Haushalt lebenden Katzen damit gemobbt werden.

Auf gemütlichen Plätzen ein Nickerchen zu machen, ist natürlich harmlos. Wenn eine Katze im Mehrkatzenhaushalt allerdings häufig an besonders engen Stellen in der Wohnung oder in Durchgängen sitzt, kann das die Lebensqualität der anderen Katzen stark beeinträchtigen.

Wohlfühlabstand – Sicherheitsabstand

Wie wir Menschen legen Katzen Wert auf den Respekt ihres persönlichen Raumes. Dieser Bereich – circa einen Meter um die Katze herum – darf nur mit ihrer „Erlaubnis“ betreten werden. Andernfalls drohen Pfotenhiebe oder gar massivere Angriffe. Nähert sich eine Katze einer anderen und möchte nah an ihr vorbeigehen, bedeuten ein Abwenden des Blickes oder ein Blinzeln in der „Katzensprache“: „Geh ruhig – du darfst vorbei!“

Pech gehabt

Was aber, wenn sich eine Katze häuslich auf dem Läufer im Flur niedergelassen hat, die Zweitkatze daran vorbei möchte und die „Sitzblockiererin“ zurückstarrt? Dieses Signal bedeutet: „Hier kommst du nicht durch. Aber probiere es nur, wenn du mutig genug bist.“ Der anderen Katze bleiben drei Möglichkeiten: Sie lässt sich auf eine Auseinandersetzung ein (was eher die Ausnahme ist). Variante zwei: Sie versucht ihr Glück und hofft, dass sie schnell genug daran vorbeihuschen kann, ohne eine Backpfeife zu kassieren. Oder, Variante drei, sie gibt ihr Vorhaben auf und tritt den Rückzug an.

Solche kleinen Provokationen kommen zwar auch unter guten Freunden mal vor. Sobald eine Katze die andere aber zunehmend anfaucht oder anknurrt, hört der Spaß auf.

Systematische Sitzblockaden

Der Grund: Bezieht eine der Katzen regelmäßig Stellung in Türrahmen, im Flur oder an sonstigen engen Stellen in der Wohnung, schränkt sie damit auf Dauer den Bewegungsspielraum der anderen im Haushalt lebenden Katzen massiv ein. Sie können kaum noch ungehindert zum Menschen ins Wohnzimmer, zum Futter in die Küche oder ins Bad auf Toilette gehen. Und: Bei eher ängstlichen Vierbeinern steigt die Verunsicherung. Nun ist das Eingreifen des Halters gefragt: Bieten Sie Ihrem Querulaten spannende Beschäftigungsangebote und attraktivere Liegeplätze an.

Ursachen überprüfen

Nicht jede Katze, die im Flur oder im Türrahmen sitzt, ist unbedingt darauf aus, ihre Artgenossen zu terrorisieren. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall und die Katze verweilt vor der Tür, weil sie sich selbst nicht ins Zimmer traut. In diesem Fall gilt es herauszufinden, was ihr Angst macht und ihren Mut zu stärken – bei schwerwiegenden Fällen gemeinsam mit einer Katzenverhaltenstherapeutin.

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