Mancher Hundewelpe „muss“ so häufig, dass man mit dem Raustragen der Fellnase gar nicht mehr hinterherkommt. Das richtige Training hilft.

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Mancher Hundewelpe „muss“ so häufig, dass man mit dem Raustragen der Fellnase gar nicht mehr hinterherkommt. Das geht leicht an die Nerven, vor allem nachts. Doch Rettung ist in Sicht: Das richtige Training hilft.

Der eine Dreikäsehoch hält schon mit acht Wochen locker zehn Stunden und mehr aus und gönnt Herrchen und Frauchen ungetrübten Nachtschlaf. Der andere dagegen verlangt rund um die Uhr alle zwei Stunden nach draußen geführt zu werden. Oder noch häufiger. Wieder ein anderer leistet sich vielleicht noch im Alter von einem Jahr unschöne „Happy Ends“ auf dem Küchenfußboden. Der Trost: Wenn ein Hund nicht krank ist und wenn er keine geistige (was es tatsächlich gibt) oder körperliche Behinderung hat, wird er auch stubenrein. Versprochen!

Eine Sache der Reife

Es ist ein bisschen so wie bei Menschenkindern: Die Eltern können sich ein Bein ausreißen, die Hose bleibt trotzdem erst dann trocken, wenn das kleine Gehirn die Blasenfunktion kontrollieren kann. Wie lange das dauert, ist verschieden. Ob es zuerst mit dem großen oder mit dem kleinen Geschäft klappt, ebenfalls. Bei allem besteht auch ein großer Unterschied zwischen „ich merke, dass ich muss“ und „ich kann es aufhalten, bis ich vor der Tür bin“. Bei „ich merke, dass ich muss“ mag manches Hundekind noch ein eilig-verzweifeltes Winseln zustande bringen. Ob der Zwerg aber aushält, bis er draußen ist, steht auf einem anderen Blatt.

Nicht strafen

Für etwas, das man (noch) nicht tut, weil man es eben (noch) nicht kann, sollte man nicht bestraft werden. Was raus ist, ist raus und wird nicht mehr kommentiert. Solange der kleine Bello aber noch hockt, darf er gern geschnappt und nach draußen getragen werden, um dort sein Geschäftchen zu vollenden. Ein weit verbreitetes Problem bei kleinen Hunden ist ihre leichte Ablenkbarkeit: Auch wenn sie fast platzen, vergessen manche, dass sie zum Pieseln Gassi geführt werden. Einige trauen sich draußen auch nicht, wenn dort andere Hunde markiert haben. Lässt sich der Hund also regelmäßig Zeit, bedeutet das keineswegs, dass er nicht muss. Die Zeit, die er sich lässt, braucht er.

Organisation ist alles

Welpenbesitzer tun gut daran, einen konsequenten „Pinkelplan“ einzuhalten. Bis man seinen neuen Hausgenossen kennt, lohnt es sich, in den ersten Tagen stündlich oder sogar halbstündlich hinauszugehen. Denn manchmal muss ein Welpe nach zehn Minuten schon wieder. Nachts den Wecker stellen, mindestens alle drei Stunden. Ratsam ist, sich einen eigenen Pinkelplatz auszusuchen. Der braucht nicht groß zu sein. Es sollte dort aber wenig bis keine Ablenkung geben, möglichst auch keine Markierungen von anderen Hunden. Den Welpen am besten immer zum Pinkelplatz tragen und das stille Örtchen erst verlassen, wenn der Hund „gemacht“ hat. Auch einen kleinen Spaziergang oder ein Spiel erst beginnen, wenn der „Toilettengang“ vollständig beendet ist. Hundebesitzer merken so recht schnell, wie lange ihr Vierbeiner aushält und können die Pinkel-Intervalle entsprechend anpassen und nach und nach ausdehnen. Tipp: Sobald sich Bello zum Geschäft niederhockt, „mach fein“ sagen und ihm in dem Augenblick ein Leckerchen geben, in dem „der letzte Tropfen fällt“. Also dann, wenn der Welpe fertig, aber noch nicht aufgestanden ist. Nach ein bis zwei Wochen macht der Hund dann sein Geschäft auf Signal.

Tipps und Tricks damit Welpen stubenrein werden:

  • Geduld haben
  • Nicht strafen
  • Pinkelplan einhalten
  • Signalwort einführen und das „Geschäft“ draußen belohnen.

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