Tipps & Tricks, wie man einem Hund dei Hunderolle beibringt

Foto: Farinoza - Fotolia.com

Wie haben die das nur gemacht – denkt man in Sachen Tricks nicht nur von „Magiern“, sondern manchmal auch von Hundetrainern. Mit unserer neuen Serie werden Sie selbst zum Trick-Profi!

Dieses Kunststück macht etwas her: Der Hund legt sich auf den Rücken und dreht sich einmal lustvoll um die eigene Achse. Diese „Rolle“ zu lernen, ist für ihn gar nicht schwer. Üben kann man sogar schon mit Welpen.

So geht’s

Startposition ist ein einfacher Platz. Manche Hunde liegen dabei gerade auf dem Bauch, andere machen es sich bequemer, indem sie das Hinterteil nach rechts oder links kippen. Wer ganz akkurat arbeiten möchte, sollte auf eine gerade Liegeposition achten. Aus dieser kann die Rolle sowohl nach rechts als auch nach links ausgeführt werden. Bei den „nachlässigen“ Zeitgenossen wird in die Richtung gerollt, die Bello durch seine Neigung bereits anbahnt.

Kleine Schritte

Zuerst lernt der Hund, dass es ein Leckerchen fürs „Kopf-Drehen“, beziehungsweise „Nachhintensehen“ gibt: Vor den Hund hinhocken, ihm ein Häppchen vor die Nase halten und es dann an seinem Kopf vorbei gerade in Richtung Schulter führen. Soll Bello rechts herum rollen, muss er den Kopf nach links drehen und umgekehrt. Anfangs werden bereits leichte Drehungen mit dem Kopf belohnt. Nach und nach wird Bellos Schnute immer weiter Richtung Wirbelsäule gelockt, ehe es das Leckerchen gibt. Den meisten Hunden macht das bald so viel Spaß, dass sie recht schnell  „nach hinten“ schauen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sich Bello von ganz allein locker auf die Seite fallen lässt. Ab jetzt gibt es das Leckerchen erst, wenn der Hund auf der Seite liegt.

Nun geht es ans „Eingemachte“

Sobald sich der Hund ganz entspannt und schwungvoll jedes Mal auf die Seite rollt, wenn sich das Leckerchen an seinem Kopf vorbeibewegt, wird er mit dem Leckerchen wieder ein Stück weiter gelockt. Der Happen wird nun über Schulterblatt und Wirbelsäule hinaus bewegt, sodass Bello auf dem Rücken zu liegen kommt. Auch jetzt auf den Punkt hinarbeiten, an dem sich der Hund von selbst auf die andere Seite fallen lässt. Nun ist die Rolle komplett und das Hörzeichen „Rolle“ kann eingeführt werden. Das Leckerchen gibt es nun erst, wenn die ganze Rolle geschafft ist. Ab jetzt dauert es auch gar nicht mehr lange, bis Bello auf das Hörzeichen hin, ohne gelockt zu werden, eine Rolle ausführt.

Wichtig

Wenn sich der Hund nicht rollt, sondern windet, hält der Besitzer das lockende Leckerchen zu tief oder zu hoch. Hier einfach andere Handbewegungen ausprobieren. Die Rolle ist zudem ein Trick, der auf Vertrauen aufbaut. Deshalb nicht mit der Hand nachhelfen, damit der Hund schneller vom Rücken auf die andere Seite kommt. Besser ist es, geduldig zu bleiben und darauf zu warten, dass der Hund den letzten „Kipp“ von selbst anbietet. Und: Nicht nach dem Essen oder Trinken trainieren. Nach einer Fütterung immer mindestens zwei, besser drei Stunden warten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Hund beim Rollen eine Magendrehung bekommt. Die Verwendung eines Clickers kann das Training übrigens erleichtern und beschleunigen.

Tipps und Tricks zur „Rolle“:

  • Den Hund „Platz“ machen lassen und sich vor ihn hinhocken
  • Leckerchen an seinem Kopf vorbei nach hinten führen
  • Den Hund immer weiter nach hinten locken, bis er erst auf der Seite, dann auf dem Rücken liegt und schließlich von selbst auf die andere Seite kippt
  • Hörzeichen erst einführen, wenn die Rolle klappt
  • Nicht nach dem Essen üben

Dieses Thema könnte Sie auch interessieren:

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.