Foto: delia2373 - Fotolia.com

Im Volksmund stehen sie als Synonym für den ganz großen Zoff: Hund und Katze. Mit etwas Fingerspitzengefühl aber werden beide echte Kumpels.

Die oberste Regel dabei: Hund und Katze niemals einfach aufeinanderprallen lassen. Ein Tipp der Katzenexpertin Birga Dexel: „Der Hund sollte immer an der Leine sein, die Katze nach oben flüchten können.“ Das lässt sich am besten mit einem Kratzbaum bewerkstelligen.

Fremde Sprache, schwere Sprache

Am Zank zwischen Hund und Katze ist oft deren sehr unterschiedliche Körpersprache schuld. „Daher ist es für die Katze wichtig, ,Hundisch‘ zu lernen und für den Hund, ,Kätzisch‘ zu verstehen“, so Birga Dexel. Bis einer des anderen „Sprache spricht“, dauert es. „Viele Tierbesitzer unterschätzen das. Manchmal braucht es bis zu sechs Monate, ehe sich Hund und Katze aneinander gewöhnt haben.“ Nicht zuletzt ist eine Katze für viele Hunde einfach nur ein lustig-leckeres Beutetier.

Mit Leckerchen schmeckt Frieden besser

Dieser Umstand kann die Situation bei der ersten Zusammenführung leicht eskalieren lassen: Die Katze hockt auf dem Schrank und faucht, der Hund steht unten und bellt. „Wenn das geschieht, sollten die zwei erst einmal getrennt werden“, rät die Katzenexpertin. „Erst, wenn sich die Katze wieder sicher fühlt, dürfen die Besitzer versuchen, die beiden erneut miteinander bekannt zu machen.“ Leckerchen für beide können schneller für Frieden sorgen. Wichtig: Den Hund nur belohnen, wenn er sich ruhig verhält, die Katze nur, wenn sie nicht faucht oder knurrt.

Strategie für Härtefälle

Klappt es mit der Freundschaft nicht beim ersten oder zweiten Versuch, sollte die Katze in einem separaten Raum untergebracht werden. Dessen Tür sollte offen stehen, durch den Hund aber nicht zu überwinden sein. Manchmal genügt dafür ein Katzennetz, das im Türrahmen aufgespannt wird. Eine Sicherheitstür, wie es sie für Kinder und mittlerweile auch für Hunde gibt, ist allerdings stabiler. Die Tiere können einander nun beobachten und kennenlernen. Tipp: Hund und Katze immer gemeinsam füttern. Mit Sichtkontakt, aber zunächst größtmöglicher Distanz. Im Laufe der Tage und Wochen die Näpfe zentimeterweise an die gesicherte Tür annähern. Bis Hund und Katze irgendwann ruhig und gelassen nebeneinander speisen. Die erneute Zusammenführung sollte dann klappen. Zur Sicherheit den Hund aber wieder anleinen.

So geht’s leichter

Am besten funktioniert die Gewöhnung, wenn Hund und Katze noch Welpen sind. Unkompliziert ist meist auch, einem älteren Hund eine junge Katze hinzuzugesellen. Die größte Geduld ist angesagt, wenn beide Tiere bereits erwachsen sind. Kommt die Katze neu ins Haus, muss sie immer zuerst das Terrain erobern. Erst, wenn sie mit der Wohnung beziehungsweise einem Zimmer vertraut ist, darf ihr der Hund vorgestellt werden.

Tipps und Tricks, damit Hund und Katze Freunde werden:

  1. Die Katze in einen vertrauten Raum setzen
  2. Eine Fluchtmöglichkeit nach oben schaffen
  3. Den Hund angeleint zur Katze führen
  4. Ruhiges Verhalten auf beiden Seiten belohnen
  5. Geduld haben

Video zum Thema:

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.