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Sie möchten ein Zimmer streichen oder Fenster putzen und müssen die Katze für eine gewisse Zeit ausschließen? Tipps, wie das klappen kann, ohne dass Ihr Stubentiger gleich in lautstarken Protest verfällt.

Aus Sicht vieler Katzen ist eine geschlossene Tür wahres Teufelswerk, vor allem wenn ihre Menschen oder Katzenkumpel auf der anderen Seite sind. Manche Stubentiger reagieren auf diese Widrigkeit mit Empörung und unüberhörbaren Versuchen, auf sich aufmerksam zu machen. Andere empfinden es als bedrohlich, eingesperrt zu sein und zeigen Verunsicherung bis hin zur Panik. Das muss aber nicht so bleiben.

Freundliches Türtraining

Sie können Ihrer Katze beibringen, dass geschlossene Türen nicht das Ende der Welt bedeuten: mit einem gezielten Türtraining, das die geschlossene Tür zunächst mit etwas Schönem verknüpft und dann ganz langsam die Geduld der Katze trainiert. Wichtig ist, dass Sie in sehr kleinen Schritten vorgehen und Ihrer Katze Zeit fürs Lernen geben.

Und so geht’s – das Türtraining in drei Schritten:

Erster Schritt

Auch wenn Ihre Katze entspannt bleibt, so lange Sie im Raum sind, beginnen Sie das Türtraining immer so: Schließen Sie hinter sich und Ihrer Katze die Zimmertür. Bereiten Sie Ihrer Katze sofort (!) eine Freude, in dem Sie ihr ein Bröckchen Lieblingsfutter oder ein tolles Spiel anbieten. Im nächsten Moment öffnen Sie direkt wieder die Tür. In Verbindung mit einem Stück Futter dauert diese Trainingssequenz vielleicht nur 10 Sekunden. Wiederholen Sie dieses Vorgehen über mindestens eine Woche ein bis drei Mal täglich an verschiedenen Türen.

Ausnahme: Wenn Ihre Katze wirklich große Angst hat, machen Sie es ihr leichter. Berühren Sie nur den Türgriff und lassen dann etwas Schönes geschehen. Nach einigen Wiederholungen bewegen Sie die Tür einige Zentimeter und lassen dann die Überraschung folgen. Ihre Katze sollte dabei nie in Aufregung geraten.

Wenn Ihre Katze schließlich auf das Schließen der Tür hin zu Ihnen schaut nach dem Motto „Hey, die Tür ist zu, wo bleibt meine Belohnung?!“, ist es Zeit für den nächsten Schritt.

Zweiter Schritt

Sie schließen und öffnen die Tür, bleiben aber vorerst mit Ihrer Katze in einem Raum. Bleibt Ihre Katze drei Sekunden ruhig? Sofort Tür wieder auf! Beginnen Sie wirklich mit wenigen Sekunden. Wiederholen Sie nun dieses Spielchen: Tür zu – Katze bleibt mehrere Sekunden ruhig – Tür auf. Die Katze soll lernen: „Ich kann ruhig bleiben, die Tür öffnet sich ja wieder.“ Sollte Ihre Katze zwischendurch Miauen oder an der Tür kratzen, warten Sie ab, bis sie das Verhalten mindestens drei Sekunden lang unterbricht und öffnen dann die Tür. Machen Sie viele Wiederholungen, bei denen Sie in Sekundenschritten die Dauer erhöhen, die Ihre Katze ruhig hinnimmt. Hat es schon mindestens fünf Mal eine ganze Minute geklappt? Gratulation! Und weiter im Training:

Dritter Schritt

Jetzt schließen Sie die Tür zwischen sich und Ihrer Katze und horchen aufmerksam an der Tür. Sie hören nichts? Super, dann Tür sofort wieder auf. Ihre Katze miaut? Warten Sie drei Sekunden Ruhe ab und öffnen ihr die Tür. Üben Sie dieses Level einige Male, bis Sie nun erneut an der Dauer arbeiten.

Wenn Sie bei zwei bis drei Minuten angekommen sind, haben Sie es in der Regel geschafft. Die Katze hat gelernt, dass es keine Katastrophe ist, wenn sie mal in einem geschlossenen Raum bleibt, und wird sich irgendwann sogar gemütlich hinlegen und entspannen. Wenn die Katze aber wirklich länger allein in einem Zimmer bleiben muss, sollten Sie ihr unbedingt die Wartezeit versüßen, zum Beispiel mit einem Katzenfummelbrett oder einem lustigen Katzenspielzeug.

 

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