Auch bei guter Alltagsorganisation mit Hund kann immer etwas dazwischenkommen. Dann steht eine bedeutungsvolle Frage im Raum: Wo ist Bello bei zeitlichen Engpässen zwischendurch am besten aufgehoben? Zum Glück gibt es Hundesitter.

Wie viel Aufwand man betreiben muss oder sollte, um einen geeigneten Hundesitter zu finden, hängt vom Hund ab. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Bello Herrchens und Frauchens Arbeitstag bei der Oma verschläft oder um die Mittagszeit von der netten Nachbarin ausgeführt wird. Wer auf derartige Unterstützung bauen kann, braucht sich nicht allzu viele Sorgen zu machen. Der beste Hundesitter ist der, den der Hund mag und dem er vertraut. Dann klappt es meist auch mit dem Gehorsam von allein. Der Hundesachverstand des Betreuers darf so an zweiter Stelle rangieren.

Rundum sorglos

Wer sich auf die Suche nach einem Hundesitter begibt, muss sich in erster Linie darüber klar werden, was er überhaupt für seinen Hund möchte. Das Vollprogramm bieten „Hundekindergärten“, die vor allem in der Nähe von Großstädten gut etabliert sind. Hier kann man Bello morgens hinbringen und nach Feierabend wieder abholen, ihn stundenweise betreuen lassen, für ein paar Tage oder sogar den ganzen Jahresurlaub. „Wichtig dabei ist, dass der Hundesitter ein geeignetes Grundstück hat, damit die Hunde genügend Auslauf haben“, betont Hundecoach Sabine Tappendorf. Und: Wer mehrere Hunde betreut, muss ihr Ausdrucksverhalten richtig deuten können. Er muss beurteilen, welche Hunde gut zusammenpassen und welche in einem anderen Grüppchen besser aufgehoben sind. Sonst sind Stress und Zank vorprogrammiert.

Keine Langeweile

„Übernachtungsgäste“ und Hunde, die mehrere Stunden täglich beim Hundesitter verbringen, brauchen zudem ein Unterhaltungsprogramm. „Ein Hundesitter sollte nicht nur mit den Hunden spazieren gehen, sondern sie auch artgerecht beschäftigen“, erklärt Sabine Tappendorf. Außerdem ist es nicht ganz einfach, sich in einer bunt zusammengewürfelten Hundemeute als Führungspersönlichkeit zu behaupten. Das braucht zusätzlichen Sachverstand und entsprechende mentale Fähigkeiten. Ein Platz in einem „Hundekindergarten“ ist denn auch nicht unbedingt billig.

Mobil ist auch schön

Eine Empfehlung wert sind die mobilen Hundesitter, neudeutsch oft „Dog-Walker“ genannt. Sie kommen zum Hund nach Hause, gehen im gewohnten Revier spazieren, füttern und bespaßen die Fellnase und sorgen zuweilen auch für ein bisschen Grundgehorsamstraining oder eine ansprechende Frisur. Manche kommen gar mit einem ganzen kleinen Bus vorgefahren und holen Bello und seine Kumpels zum täglichen Ausflug in ein Auslaufgebiet ab. Die ganz flexiblen sind sogar bereit, für ein paar Tage bei dem Pflegehund einzuziehen und die Komplettvertretung abwesender Besitzer zu übernehmen. Vertrauen und eine stimmige „Chemie“ zwischen allen Beteiligten sind unverzichtbar.

Testen und vergleichen

Hundebesitzer sollten Angebote genau unter die Lupe nehmen. Ein Tipp: Hundesitter, die nichts zu verbergen haben, lassen sich gern über die Schulter schauen. Sie erlauben Interessenten, bei Spaziergängen zu hospitieren, Unterbringungen anzuschauen oder auch mal unangemeldet aufzutauchen und zu beobachten. Ebenfalls wichtig: Auf den eigenen Hund horchen. Denn Bello merkt man im Laufe der Zeit sehr deutlich an, ob es ihm bei seinem Betreuer gefällt oder nicht. Im Fall der Fälle heißt es dann, Alternativen zu finden.

Tipps und Tricks, um den richtigen Hundesitter zu finden:

  • Überlegen, was der Hund braucht
  • Anbieter besuchen, ausfragen und vergleichen
  • Aufs eigene Bauchgefühl vertrauen
  • Beobachten, ob dem Hund die Betreuung gefällt

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