In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist – das ist nicht nur bei Menschen so, sondern auch bei Hunden. Bellos Geist und Körper gleichermaßen fordert ein echter Leistungssport: Agility.

Wer einen schlauen und bewegungsfreudigen Hund hat, muss kreativ sein. Der Vierbeiner will schließlich was erleben. Einfach nur um den Block spazieren oder im Wald Eichhörnchen erschrecken, ist den meisten zu wenig. Wer selber auch einigermaßen fit ist, sollte sich und seiner Fellnase einmal eine Schnupperstunde beim Agility gönnen.

Sportfest mit Mehrwert

Agility ist eine anerkannte Sportart für Hunde und Menschen, die in den 80er Jahren von Großbritannien nach Deutschland schwappte. Agillity ist beliebt, denn der Sport lebt von der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Damit die funktioniert, heißt es: trainieren. Mit Spaß. Und dadurch lassen sich gar nicht so selten auch Ungehorsam und „Verhaltensprobleme“ in Luft auflösen.

Gesundheit ist das A und O

„Da Agility als Sportart eine große Belastung für einen Hund darstellt, ist vorab immer ein Check beim Tierarzt angesagt“, rät Thomas Behrendt. Der Hundecoach hat Erfahrung in Sachen Agility: 1999 ist er mit seinem Team sogar Agility-Weltmeister geworden. Vor allem der Bewegungsapparat des Hundes muss absolut gesund sein. Deshalb den Hund auch auf Hüftgelenksdysplasie (HD) röntgen und insbesondere auf Patellaluxation, Ellbogendysplasie und versteckte Wirbelsäulenprobleme untersuchen lassen. Das HD-Röntgen sollte ein Spezialist übernehmen, denn dafür sind eine Narkose und eine spezielle Beinhaltung notwendig.

Training langsam aufbauen

Gibt der Tierarzt grünes Licht, kann es losgehen. Zunächst lernt der Hund die verschiedenen Geräte innerhalb eines Agility-Parcours kennen: Tunnel, Hürden, Wippen, ReifenSlalom, Brücken, Kletterwände. Wichtig dabei ist, den Hund niemals zu zwingen, wenn er sich vor einem Gerät fürchtet oder unsicher ist. Dann geht der Spaß flöten – und das erlaubt echtes Agility nicht.

„Damit Bello durch einen Tunnel läuft, kann man Leckerli hineinwerfen“, weiß Trainerin Sabine Tappendorf. Einen langen Tunnel kann man anfangs auch zusammenschieben, um das Hindurchlaufen zu erleichtern. Hürden sollten zu Beginn immer auf die kleinste Höhe eingestellt werden. Clevere Hunde kriechen sonst schon mal unten durch.

Agility versus Mobility

Umgangssprachlich werden alle möglichen „Bewegungsaktivitäten mit Hund“ als Agility bezeichnet. Im eigentlichen Sinne ist „Agility“ aber tatsächlich dem Leistungssport vorbehalten. Echte Agility-Geräte sind auch nichts für den heimischen Garten, denn sie sind genormt und müssen ganz bestimmte Maße aufweisen. Nur dann dürfen sie beispielsweise auch bei Turnieren verwendet werden.

Die offizielle Bezeichnung für alles, was nicht wirklich Agility ist, heißt „Mobility“: Balancieren auf Baumstämmen, Slalom um Straßenpoller, Hip-Hop über Fahrradständer oder kleine Parcours aus dem Hundebedarf oder Spielzeugladen. Wer also nicht vorhat, es zu einer Meisterschaft zu bringen oder nur mal zwischendurch den Alltag beweglicher gestalten will, für den ist Mobility genau das Richtige.

Mehr Informationen, Kontakt zu Agility-Vereinen und Turniertermine sind unter folgenden Adressen im Internet zu finden:

Tipps und Tricks zum Agility:

  • Gesundheitscheck beim Tierarzt machen
  • Den Hund langsam an das Training heranführen
  • Kondition aufbauen
  • Als Light-Version für Alltag und Schrebergarten Mobility ausprobieren

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