Cocker "Bummi" von Autorin Judith Böhnke schämt sich nicht die Bohne / Foto: J. Böhnke

Sie pupsen, rülpsen, übergeben sich in Frauchens Handtasche und treiben auch sonst allerhand Schabernack: Hunde, die sich schämen sollten. Jetzt haben sie sogar eine eigene Homepage.

Und wer auch nur ein ganz klein wenig Englisch beherrscht, kann sich darauf köstlich amüsieren. Zum Beispiel über das bambi-äugige Windspiel, dass sich von Katzenwelpen verprügeln und von Kaninchen jagen lässt, dafür aber größenwahnsinnig Pitbulls verbellt. Oder den kleinen Mischling, der immer dann morgens um fünf rausgelassen werden will, wenn seine Besitzer frei haben. Oder den Dackel, der all die Milchzähne fraß, die sein Menschenkind für die Zahnfee aufgehoben hatte. Die Seite www.dogshaming.com lässt den Besucher tief in die Abgründe der Hundeseele blicken – und einmal mehr entdecken, dass man die Fellnasen für ihre kleinen Alltagsvergehen eigentlich noch viel mehr liebt als ohnehin schon.

Macher: unbekannt

Wer die Seite ins Leben gerufen hat, war in der Kürze der Zeit nicht herauszufinden – ein Spaßvogel muss es gewesen sein, und Gleichgesinnte hat er in der ganzen Welt gefunden. Nicht nur User aus den USA laden eigene Fotos in den illustren Fundus. Da finden sich auch Beiträge aus Argentinien, Asien, Europa und sonst woher. Mitmachen ist einfach: Auf einem Zettel Bellos Vergehen schön lesbar notieren und das gute Stück zusammen mit dem Hund ablichten. Dann auf der Homepage den Button „Submit Dog for Public Shaming“ anklicken, Foto hochladen, kurze Beschreibung hinzufügen, fertig. Wichtig: Keine Links posten, keine Rechtschreibfehler machen und keine Bilder schicken, die zeigen, dass Bello ein anderes Tier gekillt hat – das ist nicht lustig. Eine einzige Ausnahme wird für Regenwürmer gemacht. Manchmal.

Und was ist mit Katzen?

Für unflätige Katzen gibt es eine eigene Homepage: www.catshaming.tumblr.com. Man darf gespannt sein, ob nicht auch bald Seiten für freche Papageien, kreative Frettchen und humorvolle Ratten gebastelt werden. Hunde jedoch scheinen geneigte Menschen von allen Tieren am meisten zu inspirieren. Sogar dann, wenn sie bloß irgendwo auf etwas warten. Meistens auf Herrchen oder Frauchen vor einem Geschäft. Die Gründerin der Werbeagentur Helmut Morrison, Carola Klöckner, nennt diese Hunde „Wartehunde“ und hat ihnen ebenfalls einen eigenen Fotoblog gegönnt. Ob brav, genervt, ungeduldig oder schicksalsergeben – auch die Wartehunde bezaubern irgendwie mit einem ganz besonderen Charme. Wie nicht von dieser Welt. Und das sind sie vielleicht auch nicht. Wer neugierig geworden ist, schaut hier: www.wartehunde.tumblr.com.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Schöne oder lustige Hundebilder gelingen zumeist recht leicht. Von professionellen Fotografen erwartet man allerdings mehr. Einer, der das wörtlich genommen hat, ist Seth Casteel. Er ist auf Tauchstation gegangen und hat Hunde unter Wasser aufgenommen – wenn sie reinspringen, tauchen und diverse Spielzeuge an die Oberfläche bringen. Die Gesichtsausdrücke der Fellnasen dabei sind jedenfalls zum Schreien komisch. Hundefans, die übrigens noch einen ausgefallenen Wandschmuck fürs Wohnzimmer suchen, können die Bilder auch als Poster bestellen: www.littlefriendsphoto.zenfolio.com.

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