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Die richtige Wahl des Haustiers ist gar nicht so einfach. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, sich vor der Anschaffung mit den jeweiligen Gepflogenheiten und Haltungsbedingungen der jeweiligen Tierart zu befassen.

Vorab empfiehlt es sich, eine grob kalkulierte Jahresrechnung aufzustellen. Denn jedes Tier bringt neben den reinen Anschaffungskosten noch weitere Ausgaben für beispielsweise Käfig, Futter, Streu, Heu oder Tierarztkosten mit sich. Außerdem sollte man wissen, wie alt die Tiere werden. Kaninchen können bis zu zehn Jahre alt werden. Hunde, Katzen und Vögel leben noch länger. Ratten und Hamster begleiten einen nur zwei bis drei Jahre durchs Leben.

Der beste Freund des Menschen

Mit kaum einem anderen Vierbeiner hat man einen so nahen und intensiven Umgang wie mit einem Hund. Er ist Freund, Spielkamerad und Tröster. Zukünftige Hundebesitzer sollten auf jeden Fall Spaß an Bewegung haben, da Hunde viel Auslauf benötigen. Mindestens dreimal täglich, und egal bei welchem Wetter. Eine entscheidende Rolle bei der Auswahl spielt auch der Charakter eine Rasse. Denn die typischen Eigenschaften bestimmen zwischen Mensch und Tier, ob es eine harmonische Beziehung wird oder nicht. So kann ein unerfahrener Hundehalter mit einem nicht ausgelasteten Hütehund oder einer ausbüxfreudigen Jagdhundrasse schneller überfordert sein, als ihm lieb ist.

Und: Wer ganztags arbeitet, sollte sich keinen Hund anschaffen. Hunde sind gesellige Tiere, die stark leiden, wenn sie mehrere Stunden alleine ihr Dasein fristen. Bedacht werden muss auch, dass ein Hund viel Geld kostet. Neben Futter- und Tierarztkosten sollten zudem Hundesteuer und eine Hundehaftpflichtversicherung einkalkuliert werden.

Schnurrer mit starkem Charakter

Katzen eignen sich insbesondere für Zweibeiner, die eigenwillige Divas zu schätzen wissen. Wer allerdings glaubt, Katzen seien pflegeleichter als Hunde, irrt.  Die Samtpfote benötigt eine Riesenportion an Zuwendung – und das täglich. Plus: Gesundes Futter, eine saubere Toilette, ein Kratzbaum, ein bisschen Hilfe bei der Fellpflege und ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen – das sind die Mindestansprüche von Mieze. Auch die regelmäßigen Check-ups beim Tierarzt gehören zu einem gesunden Katzenleben. Wer den ganzen Tag außer Haus ist, sollte sich auf jeden Fall zwei Tiere anschaffen. Wer kein Problem damit hat, dass Mieze ihre Kratzspuren hinterlässt und auch bereit ist, erbrochene Haarbälle aufzuwischen, für den ist eine Katze sicher ein ideales Haustier.

Vögel lieben es gesellig

Wer sich für Kanarienvögel, Wellensittiche, Großpapageien oder Zebrafinken interessiert, sollte beachten, dass sie immer mindestens zu zweit gehalten werden müssen, da sonst schnell Frust bei den Tieren aufkommt. Auch wenn sich der Halter intensiv mit Wellensittich & Co. beschäftigt – die Kommunikation und Interaktion mit einem Artgenossen kann das nicht ersetzen. Hält man aber mehrere Vögel, ist zu bedenken, dass die muntere Truppe stets für einen lautstarken Hintergrund-Sound sorgt und sich daher weniger für ruhebedürftige Zweibeiner eignet.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist ein ausreichend großer Käfig. Das Problem: Im Handel erhältliche Käfige sind meistens viel zu klein. Man sollte hier immer den größtmöglichen Käfig nehmen oder sich eine Voliere anfertigen lassen. Der tägliche Freiflug in der Wohnung ist dennoch unverzichtbar für ein glückliches Vogelleben.

Von Nagern und Fischen

Regelmäßigen Freilauf muss man auch bei Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas, Ratten und Co. einplanen und dementsprechend seine Wohnung ausflugsicher gestalten. Und: Abgesehen von eigenbrötlerischen Hamstern mögen es die meisten Nager ebenfalls gesellig. Man sollte sich also mit dem Gedanken anfreunden können, mehrere Tiere in ausreichend großen Käfigen zu halten.

Aquarien wiederum werden Menschen begeistern, die sich für kleine Biotope interessieren und eine besondere Atmosphäre in ihre eigenen vier Wände zaubern möchten. Auch sind sie eine gute Alternative für Menschen mit Tierhaar-Allergie, die nicht auf Tiere verzichten möchten. Mit einer geschickten Auswahl harmonierender Fischarten, Schnecken, Krebsen und Pflanzen können Sie sich auch pflegeleichtere Aquarienwelten erschaffen. Zu einer perfekt abgestimmten Unterwasserwelt lassen Sie sich am besten in Aquarienfachgeschäften beraten.

Link-Tipp:

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in einer Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes.

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