Wenn man Hund oder Katze nicht mit in den Urlaub nehmen kann, sind die Dienste einer Tierpension gefragt. Woran erkennt man gute Anbieter?

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So schön es ist, mit Hund oder Katze gemeinsam Urlaub zu machen – manchmal geht es einfach nicht. Dann sind die Dienste einer Tierpension gefragt. Woran erkennt man gute Anbieter?

Überhaupt eine Tierpension zu finden, ist mittlerweile recht einfach geworden. Meist muss man keine 20 Kilometer fahren, um Hund oder Katze, Kaninchen, Vögel oder Frettchen unterzubringen. Allerdings bekommt man dann nicht immer, was man sich für seinen liebsten Vierbeiner wünscht: Viele Hundepensionen sind vorwiegend Zwingeranlagen, Katzen werden häufig zu mehreren in kleine Dachzimmer gesperrt, Kaninchen und andere Tiere kommen während des Urlaubs oft nicht aus ihren Käfigen heraus. Es kann also durchaus einiges an Recherche erfordern, um die passende Urlaubsbetreuung ausfindig zu machen. Ganz wichtig: Die Tierpension immer erst besuchen und in Augenschein nehmen, ehe man seinen Schützling dort einquartiert.

Individuell geht vor

Für Familienhunde sind insbesondere solche Anbieter empfehlenswert, die den vierbeinigen Urlaubsgast in ihren eigenen Alltag integrieren. Solche Pensionen nehmen oft nur wenige Hunde gleichzeitig auf und sind in der Regel etwas teurer, je Hund zwischen 12 und 20 Euro pro Tag. Bello lebt dort aber sprichwörtlich „wie bei Freunden“. Wem nur die Zwingeranlage übrig bleibt, der sollte darauf achten, dass über den Tag verteilt immer wieder Beschäftigung angesagt ist: Spaziergänge, Spielen mit anderen Gästen, vielleicht sogar ein bisschen Grundgehorsam. Gute Hundepensionen können dafür ein eigenes Gelände vorweisen. Sind die Zwinger „zimmerähnlich“ eingerichtet, darf das als weiterer Pluspunkt gelten: Ungewohnte Zwingeraufenthalte sind erträglicher, wenn sich der Hund in Sesseln oder Sofas lümmeln und auf Teppichen oder dergleichen wälzen kann. Wichtig bei Katzenpensionen: Einander fremde Samtpfoten sollten jeweils nur zu zweit in ein Zimmer gesetzt werden, Verträglichkeit vorausgesetzt. Alles andere sorgt für massiven Stress. Katzengerechte Zimmereinrichtung, Spiel- und Schmuseeinheiten verstehen sich von selbst. Toll ist, wenn an jedes Zimmer ein gesicherter Balkon anschließt. Manche Pensionen erfreuen ihre Gäste sogar mit eigenen Aquarien. Kleintieren und Vögeln sollte auch in der Pension täglicher Freilauf beziehungsweise -flug gewährt werden können.

Sauber macht lustig

Wenn sich schon am Eingang die Nasenflügel nach außen krempeln und einem Häufchen, Pfützen, schmuddelige Tiere und zerfleddertes Spielzeug ins Auge springen, sollte man am besten gleich auf dem Absatz kehrtmachen. Hygiene ist gerade an Orten wichtig, wo Tiere so nahe beieinander sind, dass Krankheiten oder Parasiten leicht übertragen werden können. Den realsten Eindruck erhält man, wenn man unangekündigt vorbeischneit, um sich eine Pension anzusehen. Leider ermöglichen das nicht alle Einrichtungen. Ein gutes Zeichen ist jedoch immer, wenn Pensionen Kopien von Impfausweisen, Entwurmungsprotokollen und Haftpflichtversicherungen fordern.

Qualifikation

Mit der Qualifikation ist das so eine Sache. Anbieter, die beispielsweise immer nur einen oder zwei Hunde gleichzeitig aufnehmen und diese in ihr Familienleben integrieren, benötigen tatsächlich keine so umfassende Qualifikation wie Leute, die sehr viele Tiere aufnehmen oder Hunde in Gruppen halten. Bei Ersteren dürfen Bauchgefühl und „Chemie“ zwischen Hund und Betreuer entscheiden, bei Letzteren sollten Ausbildung und Erfahrung hinterfragt werden. Das Fachwissen von Katzenbetreuern zeigt sich daran, wie die Tiere untergebracht werden, Gleiches gilt für Kleintiere und Vögel. Und: Professionell geführte Einrichtungen können einen Sachkundenachweis beziehungsweise eine Betriebserlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes vorweisen.

Tipps und Tricks zur optimalen Tierpension:

  • Die Art der Unterbringung sollte der gewohnten Haltung so weit wie möglich entsprechen
  • Individuelle Beschäftigung, schmusen etc. ist für jedes Tier ein Muss
  • Auf Sauberkeit achten
  • Bei größeren Einrichtungen Qualifikation der Betreuer und Betriebserlaubnis hinterfragen

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