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Bei Notfällen entscheidet gerade schnelles Handeln oftmals über Leben und Tod. Gut, wenn man dann sofort weiß, wie man mit seinem Vierbeiner schleunigst zum Tierarzt kommt – auch am Wochenende und in der Nacht.

Der ganz normale Haustieralltag wartet mit so einigen bösen Überraschungen auf: Der tierische Mitbewohner hat sich verletzt, mit einem fiesen Krankheitserreger infiziert oder sich eine Vergiftung eingehandelt.

Erster Tipp: Bewahren Sie Telefonnummer und Adresse Ihres  behandelnden Tierarztes immer griffbereit neben dem Telefon auf. Besser noch: Kleben Sie die Nummer direkt auf den Apparat. Denn: Im Ernstfall ist die Aufregung des Zweibeiners schnell groß, während für den Vierbeiner jede Minute zählt.

Allerdings ist es mit Haustieren wie mit Kindern: Sie werden häufig gerade am Wochenende oder in der Nacht krank. Was dann?

Vorher eigenen Tierarzt zum Bereitschaftsdienst befragen

Grundsätzlich ist es ratsam, sich vorab zu erkundigen, welche Möglichkeiten Ihnen in Ihrer Wohnregion konkret zur Verfügung stehen. Fragen Sie zunächst einmal Ihren behandelnden Tierarzt, ob er nicht auch in der Nacht oder am Wochenende einen eigenen Notdienst anbietet. Bei vielen Tierarztpraxen besteht dazu mittlerweile die Möglichkeit. Der Kunde erhält dann eine Visitenkarte mit einer speziellen Telefonnummer. Unter besonderen Umständen gibt der ein oder andere Tierarzt auch seine Handynummer raus. Das ist zum Beispiel nach Operationen oder in kritischen Fällen so.

Bietet Ihr Tierarzt keinen eigenen Notdienst an, dann fragen Sie nach Notdienstplänen für das laufende Jahr, die in jeder Tierarztpraxis erhältlich sind. Erkundigen Sie sich dort auch, ob es vielleicht eine Tierklinik, private Nottierärzte oder sogar eine Tierärztliche Ambulanz in Ihrer Wohngegend gibt, die rund um die Uhr verfügbar sind. Kleben Sie deren Rufnummern ebenfalls in Telefonnähe.

Weitere Möglichkeiten, um Nottierärzte zu finden

Sie können sich auch vorab telefonisch bei der jeweiligen Tierärztekammer Ihres Bundeslandes nach Notdienstplänen oder Notrufnummern erkundigen. In ländlichen Gebieten wird zudem in der regionalen Zeitung der diensthabende Tierarzt am Wochenende mitgeteilt. Und natürlich liefert auch das Internet weitere Auskunftsmöglichkeiten.

Wie verhalte ich mich im Notfall?

Wenn Sie optimal vorgesorgt haben, können Sie den behandelnden Notfalltierarzt im Idealfall auf Anhieb kontaktieren.

Ganz wichtig: Fahren Sie nicht einfach los, ohne den diensthabenden Tierarzt vorher anzurufen. Der Grund: Manche Tierärzte tauschen Ihren Dienst. Sie sollte sich also zuvor vergewissern, wer wirklich die Vertretung übernommen hat. Außerdem werden so auch lange Wartezeiten bei großem Andrang in der Praxis vermieden.

In lebensbedrohlichen Fällen ermöglichen Sie dem Tierarzt durch eine kurze, telefonische Schilderung des Problems auch, entsprechende Intensivmaßnahmen vorzubereiten.

Haben Sie einen mobilen Nottierarzt kontaktiert, der wiederum zu Ihnen kommt, bedenken Sie, dass längere Anfahrtszeiten nicht immer auszuschließen sind. Denn nur selten sitzt der Retter gleich um die Ecke.

Ihre Anfahrt zum Tierarzt

Ist die Aufregung groß, sollte man besser nicht selbst mit dem Auto fahren. Zu zweit kann der Patient  auch besser während der Fahrt betreut werden. Fahren Sie mit dem Taxi, sollten Sie schon am Telefon ankündigen, dass ein Tier mit an Bord kommt. Denn nicht jeder Taxifahrer transportiert Tiere.

Zeiten und Gebühren bei Not-Diensten

Der Beginn von Nacht- oder Wochenenddiensten ist in einzelnen Regionen unterschiedlich. Im Allgemeinen aber beginnt der Nachtdienst um 20 Uhr und endet um 8 Uhr am nächsten Tag. Die Wochenenddienste beginnen am Samstagmittag und dauern bis zum nächsten Montagmorgen.

Auch wichtig zu wissen: Für Nacht-und Notdienste sieht die Gebührenordnung für Tierärzte höhere Preise vor. Und: Die Behandlungen müssen sofort bezahlt werden. Das geht entweder in bar oder je nach Ausstattung der Praxis mit EC-Karte.

Link-Tipp:

Um Notdienstpläne und Notrufnummern zu erfragen, finden Sie hier Zugang zu den einzelnen Tierärztekammern der jeweiligen Bundesländer:

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