Auf dem Markt gibt es verschiedene Clicker-Modelle. Gar nicht so einfach, die richtige Wahl zu treffen. Und wie trainiert man mehrere Tiere gleichzeitig?

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Er ist schon eine tolle Erfindung – der Clicker. Doch der Markt ist überschwemmt von unterschiedlichsten Modellen. Gar nicht so einfach, die richtige Wahl zu treffen. Und wie trainiert man eigentlich mehrere Tiere gleichzeitig?

Boxen-Clicker, i-Clicker, Multi-Clicker, Soft-Clicker, Clik-R Clicker – die Unterarten der „Spezies Knackfrosch“ können ganz schön verwirren. Doch damit nicht genug. Es gibt auch noch erhebliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Dabei gilt: Den besten Clicker gibt es nicht. Einzelne Clickertypen eignen sich aber für ganz bestimmte Verwendungszwecke.

Spezi-Klick

Die erste große Überraschung greift um sich, wenn man entdeckt, dass sich der eigene Vierbeiner vor dem Klick-Geräusch erschreckt. Das passiert vergleichsweise oft bei Katzen und Kaninchen, aber auch bei manchen Hunden. Für diese Tiere eignet sich der „Soft-Clicker“. Er ist tatsächlich so leise, dass man den Ton als Mensch fast gar nicht hört. Empfehlenswert ist auch der „Multi-Clicker“, der über mehrere Stufen von leise bis laut eingestellt werden kann. Ebenfalls sanft im Ton sind der „i-Clicker“ und der „Premier Clik-R Clicker“, der sogar an den Finger gesteckt werden kann. „Boxen-Clicker“ sind durchweg laut. Das prädestiniert sie vor allem für das Training im Freien und auf Distanz. Zum Beispiel bei der Arbeit mit der Schleppleine. Dafür sind Boxen-Clicker ziemlich unhandlich, da sie nicht nur groß, sondern auch noch eckig daherkommen. Manchmal klemmt man sich beim Drücken auf die metallene Clicker-Zunge auch schmerzhaft den Daumen ein. Und wenn man nicht den richtigen Druckpunkt trifft, klickt es zuweilen gar nicht.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Meist ist es der niedrige Preis, der zum Boxen-Clicker greifen lässt. Dabei kosten die handschmeichelnden und ebenfalls schön laut klickenden Alternativen gerade mal einen oder zwei Euro mehr: „Triple Crown Premium Clicker“ und „Mikki Clikka“. Letzterer kann wiederum am Finger befestigt werden. Für alle anderen Clicker gibt es sehr praktische Armbänder. Die lohnen sich, weil ein Clicker beim Training stets so in der Hand liegen sollte, dass man reflexartig darauf drücken kann, wenn das Tier das gewünschte Verhalten zeigt. Wer erst zum Clicker hinfassen oder ihn gar suchen muss, verpasst den richtigen Augenblick.

Zwei Tiere gleichzeitig trainieren

Es gibt Clicker, die zu diesem Zweck mehrere Töne produzieren können. Zum Beispiel einen Clicker mit Pfeife, mit zwei Knöpfen oder sogar digital mit „klick“ und „pling“. Das Problem dabei: Hat man  Tier A auf ein bestimmtes Clickgeräusch trainiert und Tier B auf ein anderes, muss man den Clicker zunächst „umschalten“, um beispielsweise pfeifen oder „plingen“ zu können. Das kostet wertvolle Sekunden. In dem Augenblick in dem man umschaltet, hätte man besser schon geklickt. Günstiger sind deshalb mehrere voneinander getrennte „Geräte“. Das können Clicker mit unterschiedlichen Tönen sein. Leichter händelbar sind jedoch Kombinationen mit echten Clicker-Alternativen. Vor allem sogenannte „Fingerklingeln“ haben sich hier bewährt oder auch Pfeifen, die Tierstimmen imitieren oder in sich verschiedene Töne modulieren können wie traditionelle Hütehundpfeifen. Tier A kann dann beispielsweise mit Clicker trainiert werden, Tier B mit Fingerklingel, Tier C mit Pfiff, Tier D mit „Entenlocker“, „Quietschie“, „Hasenklage“ oder Ähnlichem. Der Vorteil gegenüber der Verwendung von mehreren Clickern: Mit ein wenig Übung kann man sie wirklich parallel und ohne umzuschalten parat halten, um gewünschtes Verhalten punktgenau zu markieren. Zum anderen sind die deutlich unterschiedlichen Töne auch für die Ohren des Trainers viel leichter zu managen.

Links:

Tipps und Tricks zum Clicker:

  • Clicker-Modell passend zu Tier und Verwendungszweck wählen
  • Für das Training mehrerer Tiere verschiedene Clicker-Alternativen probieren

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