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Fühlen sich diese Frösche bedroht, hauen sie verteidigungstechnisch so richtig auf die Pauke – unter anderem mit einem eindrucksvollen Sound, der irgendwo zwischen Kreischen, Fauchen und metallischem Geknarze angesiedelt ist.

Das recht lautstarke Getöse dieser Frösche ist jedoch nur ein Bestandteil ihres imposanten Drohverhaltens. Hornfrösche zeigen auch gerne Muckis, wenn Gefahr im Verzug ist: Sie präsentieren sich mit aufgeblähtem Körper und leicht gestelzten Beinen, um vor potentiellen Fressfeinden so richtig Eindruck zu schinden. Dieses „künstliche“ Größermachen ist auch bei einigen anderen Tierarten ein beliebtes Verhalten, um Feinde zu vertreiben. Zeigt sich das Gegenüber dennoch unbeeindruckt von dem „Ich bin böser und größer als Du, auch wenn das gar nicht stimmt“-Bluff, bläst der Frosch direkt zum Angriff und beißt beherzt zu.

Unter Terrarianern werden diese Frösche aus Südamerika, die je nach Art einen mehr oder weniger stark ausgeprägten hörnerförmigen Zipfel an jedem Auge haben, scherzhaft auch „Pac-Man-Frogs“ genannt. Angelehnt an eine verfressene 80er-Jahre-Videospielefigur futtern sie nämlich alles mit ihrem breiten Maul auf, was ihnen vor die Flinte kommt.

Wissenschaftler haben übrigens unlängst entdeckt, dass bei der Hornfrosch-Art „Ceratophrys ornata“ schon die Kaulquappen „herumtönen”, wenn sie sich bedrängt fühlen. Zugleich vermuten die Forscher, dass die Froschkinder dieser Art sich damit auch untereinander Signale geben – um sich nicht gegenseitig aufzufressen.

 

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