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Ihr Gesang ist phänomenal und mit ihrem schönen Gefieder sind sie eine absolute Augenweide. Wahre Fans haben sogar ein Kanarienmuseum eingerichtet.

Ursprünglich stammen Kanarienvögel von Madeira, den Azoren und den kanarischen Inseln. Und Letzteren haben sie schließlich auch ihren Namen zu verdanken. Ihr Gefieder ist meist quittengelb oder hell orange. Es gibt sie aber auch in roten, weißen, braunen und grauen Farbvarianten. Mit ihren virtuosen Arien, ihrem hübschen Aussehen und ihrer Agilität bringen die quirligen Kerlchen ordentlich Leben ins Haus. Wer sich für die kleinen Trillerbarden entschieden hat, übernimmt allerdings für die nächsten zehn bis 15 Jahre Verantwortung. Und: Wer besonderen Wert auf den Gesang legt, seien die männlichen Kanarienvögel empfohlen. Denn nur sie singen virtuos.

Die Anschaffung

Am besten kauft man seine neuen Hausbewohner bei einem seriösen Züchter, der einen auch ausgiebig zur Pflege berät. Es empfiehlt sich, mehrere Tiere zu halten, da Kanarienvögel gesellige Tiere sind. Allerdings sollte man nicht mehrere Hähne zusammenhalten, da sich die kleinen Machos nicht vertragen. Bei Paarhaltung sollte zudem ein Nest angebracht und Nistmaterial bereitgestellt werden. Grundsätzlich brauchen die Vögel in den ersten Tagen viel Ruhe, um sich an ihr neues Heim gewöhnen zu können.

Das ideale Kanarienhaus

Von runden Käfigen sei grundsätzlich abzuraten, da die Tiere darin ihre Orientierung verlieren. Der ausreichend große Vogelbauer, ideal ist eine Innenvoliere, sollte beim Fenster stehen, vorzugsweise mit Morgensonne. Denn Licht ist wichtig für die fröhlichen Kanarien. Pralle Nachmittagssonne ist jedoch zu vermeiden.

Und das Highlight des Tages für die gefiederten Freunde: der Freiflug im Zimmer. Dieser hält fit und sorgt für gute Laune. Eine Stunde am Tag ist das Minimum. Vorher natürlich sämtliche Fenster schließen und die Vorhänge vor die Scheibe ziehen.

Verwöhnte Kanarienschnäbel

Die optimale Ernährung besteht aus Körnerfutter, frischem Obst, Gemüse und Wiesenkräutern. Für einen ausgewogenen Mineralienhaushalt und die Schnabelpflege empfiehlt sich zudem die Anbringung von Sepiaschale.

Zum Wohlbefinden braucht es außerdem ein Badehäuschen mit zwei Zentimeter Wassertiefe und Sitzstangen aus Naturholz. Und: täglich frisches Trinkwasser aus dem Trinknapf. Der Boden wird ausreichend mit Vogelsand abgedeckt. Aus ihm entnimmt der Kanarienvogel kleine Steinchen, die bei der Verdauung im Magen nötig sind. Damit die Tiere gesund und munter bleiben, gehört regelmäßiger Hausputz zum Pflichtprogramm des menschlichen Pflegers. Näpfe und Badehaus müssen täglich gesäubert und Futterreste entfernt werden.

Ein eigenes Museum

Für Laien sehen Kanarienvögel auf Anhieb irgendwie alle gleich aus. Echte Profis aber wissen zwischen Gestaltkanarien, Farbkanarien und Gesangskanarien zu unterscheiden. So gibt es illustre Züchtungen wie den „Belgischen Wasserschläger“ oder den „Pariser Trompeter“. Eine auf besonders virtuosen Gesang gezüchtete Rasse ist der „Harzer Edelroller“. Tipp: Wahren Kanarienvogel-Fans sei eine Reise in den Harz nach Sankt Andreasberg empfohlen. Dort gibt es ein eigens eingerichtetes Kanarienmuseum inklusive fachkundigen Führungen. Weitere Informationen finden Sie unter: Harzer Roller-Kanarien-Museum.

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