Die große Sommerfrische für Kaninchen oder Meerschweinchen in Garten oder Laube: Was könnte schöner sein? Und da lassen sich so einige Ideen realisieren.

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Die große Sommerfrische für Kaninchen oder Meerschweinchen in Garten oder Laubenpieper-Anlage: Was könnte für Schnuffi und Co. schöner sein? Und da lassen sich so einige Ideen realisieren.

Zugegeben, diverse Gehege kann man fertig kaufen. Tatsächlich brauchen Kaninchen und Meerschweinchen aber mehr als einen Zaun, wenn sie regelmäßig draußen gehalten werden. Deshalb lohnt sich zuallererst ein Streifzug durch den örtlichen Baumarkt. Denn dort bekommt man alles, was man für ein tolles Garten-El-Dorado braucht. Auch in Sachen Schutzhäuschen und Einrichtung.

Umfriedung für Friedliche

Eine Außenanlage für Kaninchen zu bauen, erscheint nur auf den ersten Blick komplizierter. Denn Kaninchen sind Buddler, Meerschweinchen nicht. Meerschweinchen mutieren dennoch leicht zu Ausbrecherkünstlern, quetschen sich durch Maschendraht oder biegen sich Kükendraht zurecht. Massiv zu bauen lohnt sich nicht zuletzt auch deshalb, weil selbst in Städten Fressfeinde ihre Runden ziehen. So manches geliebte Fellbündel wurde schon in Fuchsschnauzen, Mardermündern oder Greifvogelfängen davongetragen und endete als unfreiwillige Spende im Magen heimischer Beutegreifer. Auf Nummer sicher geht, wer den Boden seiner Kleintieranlage pflastert und einen starken Zaun drumherum baut. Metallzäune sind geeigneter, weil sie von den Bewohnern nicht angefressen werden. Als Vogelschutz bieten sich spezielle Schutz- oder Volieren-Netze mit einer Maschenweite kleiner als 10 cm an. Sie werden über das gesamte Gehege gespannt. Wer in der Mitte seines Geheges einen etwa zwei bis zweieinhalb Meter hohen Pfahl installiert, erhält eine Art „Netz-Zelt“ und hat im Gehege eine ideale Stehhöhe. Praktisch beim Saubermachen. Tipp: Schwarze Netze und dunkelgrüne Zaunelemente bevorzugen. Sie treten optisch in den Hintergrund und gewährleisten eine optimale Sicht auf die Gehegebewohner.

Auf die Einrichtung kommt es an

Wer es wagen möchte, kann auf das Pflastern verzichten und seinen Tieren naturnahe Bedingungen mit echtem „Weidegang“ bieten. Er muss allerdings damit rechnen, dass sich Kaninchen dann weitverzweigte Bauten graben und die Ausbruchsgefahr steigt beziehungsweise sich der ein oder andere Beutegreifer ins Gehege hineingräbt. Wer pflastern will, sollte von vornherein Buddelmöglichkeiten einplanen. Kaninchengerechter als eine simple „Sandkiste“ ist ein gesicherter Bereich, in dem ein kleiner Bau angelegt werden kann. Dazu kann man einen größeren Fertig-Gartenteich eingraben und mit Erde füllen. Beim Pflastern wird diese Fläche dann ausgespart. Für Meerschweinchen sind zahlreiche Unterschlüpfe wichtig, am besten mindestens einer mehr als Tiere vorhanden sind. So können sich die kleinen Gesellen auch mal aus dem Wege gehen. Werden Kaninchen und Meerschweinchen gemeinsam gehalten, ist ein eigener Meerschweinchen-Bereich ratsam, den die Schweinchen in Richtung Langohren verlassen können, in den die Kaninchen aber nicht eindringen können. Das reduziert den Stress, der für beide Arten aus ihrem unterschiedlichen Verhalten resultieren kann. Die optimalen Schutzhäuschen für Kaninchen sind übrigens Hundehütten. Wer sich für ein winterfestes, gut isoliertes Modell entscheidet, kann seine Kaninchen dann sogar ganzjährig in der Außenanlage halten. Meerschweinchen sollten allerdings ins Haus genommen werden.

„We love to entertain you“

Kaninchen und Meerschweinchen sind schlaue kleine Wesen, die auch „Futter” fürs Gehirnchen brauchen. Außengehege bieten diesbezüglich viele Gestaltungsmöglichkeiten, von der Bepflanzung über Tunnel und Versteck-Systeme, Brücken, Schaukeln und Hängematten bis hin zu Aussichtshügeln und kleinen Labyrinthen. Meerschweinchen zeigen sich darin übrigens genauso geschickt wie Ratten. Dazu bieten sich verschiedene Futterstellen an: Raufen für Heu und Grünfutter hier, Gemüsepyramiden da, Futter-Intelligenz-Verstecke dort. Der Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt – solange alles sicher ist und das Auge des Menschen genauso erfreut wie die Herzen der Tiere.

Tipps und Tricks für Kaninchen- und Meerschweinchen-Außenanlagen:

  • Je größer, desto besser
  • Massive Zäune, Schutznetze und Pflasterungen gewährleisten Schutz vor Fressfeinden und verhindern Ausbruchsversuche
  • Auf zweckmäßige und interessante Einrichtung achten
  • Tiere nicht nachts draußen lassen, wenn sie lediglich in einfachen Ausläufen aus dem Zoohandel untergebracht sind

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