„Mit Baby wird alles anders“ - bekommen werdende Eltern oft zu hören. Auch für Bello wird dann vieles anders. Tipps, damit „anders“ auch schön wird.

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Werdende Eltern können den Spruch oft nicht mehr hören: „Mit Baby wird alles anders.“ Anders wird es auch für Bello, wenn das Baby da ist. Tipps, damit „anders“ auch schön wird.

Manche Hunde sind von Natur aus Baby-Fans. Andere nicht. Wieder andere beanspruchen Überzeugungsarbeit. Als hätte man mit Baby im Bauch oder auf dem Arm nicht schon genug zu tun. Fest steht: Hund und Kind zu managen, kostet noch mehr Energie und Organisationstalent als mit einem von beiden fertig zu werden. Wenn es gelingt, bedeutet es aber auch doppelt Spaß. Mindestens.

Die Zusammenführung vorbereiten

Auch wenn Bello prinzipiell Kinder kennt, kann ein Baby etwas völlig Neues für ihn sein. Manchmal entpuppt sich das Verhältnis zwar als „Liebe auf den ersten Blick“. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. Es ist absolut möglich, dass auch der liebste Hund ein Baby als „Quietschie“, Spielzeug, Beute oder Eindringling betrachtet. Dem lässt sich jedoch bis zu einem gewissen Grad vorbeugen. Auch wenn es albern erscheint: Es kann sich durchaus lohnen, in den letzten Wochen der Schwangerschaft mit einer Babypuppe daheim herumzulaufen. Bello darf sie beschnüffeln und vorsichtig abschlecken, er darf auf dem Sofa daneben liegen und Leckerchen vom Puppenbauch nehmen. Mehr sollte jedoch nicht erlaubt sein. Wer schon einen Kinderwagen besitzt, kann zugleich mit einem „Anti-Anspring-Training“ beginnen. Allzu leicht kann ein Kinderwagen umkippen, wenn der Hund neugierig hineinschauen will. Dass er keine Pfote an den Wagen legen darf, lernt er am einfachsten so: Den Hund am Wagenrand ein Leckerchen oder Spielzeug präsentieren und zum Hochspringen animieren. Sobald er sich vom Boden löst, Leckerchen verschwinden lassen. Bekommen darf er es, wenn er nicht springt. Manche Eltern haben zudem gute Erfahrungen mit „Windelbekanntschaften“ gemacht: Ist das Baby auf der Welt, aber noch im Krankenhaus, kann Papa volle Windeln mit nach Hause nehmen und Bello daran riechen lassen. Wenn er es über sich bringt.

Eifersucht vorbeugen

Hunde können durchaus eifersüchtig sein, und zwar gründlich. Um das zu vermeiden, ist vor allem eines wichtig: Sich dem Hund immer dann besonders zuwenden, wenn das Baby dabei ist. Nicht umgekehrt. Sonst lernt der Hund, dass es immer nur schön ist, wenn der Sprössling gerade schläft. Beherrscht Bello nützliche Kunststücke wie Apportieren oder Sachen in Behälter räumen, kann man ihn wie ein älteres „Geschwisterkind“ in die Babypflege einbeziehen. Zum Beispiel, indem er die Feuchttücher oder das Ölfläschchen holt oder die volle Windel in den Mülleimer schmeißt. Zeiten, in denen man sich nicht zerteilen kann, sollte Bello mit einem Beschäftigungsspielzeug verbringen. Und: Schmusestunden immer gemeinsam veranstalten. Das sogenannte „Kontaktliegen“ fördert aus Hundesicht intensiv den sozialen Zusammenhalt der Gruppe. Zeigt sich Bello allerdings trotz allem abweisend oder gar aggressiv gegenüber dem Baby, sollte unverzüglich ein versierter Verhaltensberater zu Rate gezogen werden.

Hilfe organisieren

Unschätzbar wertvoll ist ein hilfsbereites Netz von Menschen, die je nach Bedarf bereit sind, das Baby oder den Hund für ein paar Stunden zu übernehmen. Vor allem, wenn man alleinerziehend oder das Baby krank ist, wenn man selbst die Grippe oder drei Nächte nicht geschlafen hat oder einfach mal eine Pause braucht. Wichtig: Niemals Kind und Hund gemeinsam anschaffen, vor allem keinen Welpen. Am entspanntesten entwickelt sich alles, wenn bei der Anschaffung eines Hundes entweder das Kind mindestens drei Jahre alt ist oder wenn der Hund mindestens drei beziehungsweise in der Familie etabliert ist, ehe das Kind hinzukommt.

Tipps und Tricks, wenn bei Bello ein Baby einzieht:

  • Den Hund auf Babys Ankunft mit Puppe, Kinderwagen und Windeln vorbereiten
  • Bello erfahren lassen, dass mit Baby alles noch viel schöner ist
  • Babysitter und Hundesitter organisieren
  • Bei Problemen unverzüglich Verhaltensberatung in Anspruch nehmen

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