Männer und Hunde haben eines gemeinsam: In beiden steckt ein kleiner Schuft, und beide, Männer wie Hunde, meinen es eigentlich nicht böse. Es liegt nur an den Genen! Männer jagen schöne Frauen und schöne Autos, und Hunde jagen Postboten und ebenfalls Autos, wobei ihnen das Aussehen prinzipiell egal ist. Und warum? Weil Jagen Spaß macht! Folgerichtig sind Frauen darauf bedacht, uns Männern bzw. Hunden derartige Flausen auszutreiben. Ich beispielsweise wurde letztens von meiner Gattin dazu verdonnert, sämtliche Möbel mit dem Staubwedel abzuwedeln, sogar in Kittelschürze. Und warum? Weil ich in meinem jugendlichen Leichtsinn von gewissen Boliden italienischer Bauart geschwärmt hatte. Fast zeitgleich hatte unser Hund vom Wadenbein eines Joggers im Wald geschwärmt und war drauf und dran, sich auf ihn zu stürzen – was zum Glück verhindert werden konnte. Was nun folgte, waren eine dicke Entschuldigung sowie ein entsprechendes Hundetraining, wobei es darauf ankommt, den Hund mit allerlei Spiel, Spaß, Gehorsamsübungen und Gassi gehen an der langen Leine daran zu gewöhnen, nach den „richtigen“ Dingen zu jagen, also Bälle oder Gummienten oder Fresschen, aber keinesfalls Freizeitsportler. Und nachdem unser Bello das kapiert hatte, kapierte ich folgendes: Disziplin gehört zum A und O eines Hundelebens! Dazu braucht es nur Geduld sowie eine Spur weiblicher Rafinesse. Übrigens: Ein paar Tage später durfte ich beim Rommeeabend des Damenkränzchens meiner Frau teilnehmen. Ich brachte Schnittchen, befüllte Weingläser und war auch sonst sehr nützlich. Du machst dich!, rief meine Gattin. Und unser Hund grinste.

 

Kommen Sie entspannt durch die Woche!

Ihr Ralf Lindermann

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