Mein Hund und ich sind uns einig: Kreatives Chaos ist super! Einfach mal fallen lassen, sich selbst und diverse Gegenstände, das entspannt ungemein. Schade nur, wenn dein Chef das völlig anders sieht, in unserem Fall ist das die Ehefrau. Da heißt es dann plötzlich „Hey Leute, ich brauch mehr Ordnung!” Und schon hast du den Salat.

Unserem anfänglichen Trotz begegnete die Gattin damit, indem sie uns mit der Nase direkt auf die Probleme stieß: „Wem gehören wohl diese Socken?“ Na mir. „Und was haben die unter dem Schreibtisch zu suchen?“ Noch bevor ich neumalklug antworten konnte, warf sie das Ding durch die Gegend und forderte den Hund auf, es zu apportieren. Und, was soll ich sagen? Das Tier dachte, das sei ein Spiel, machte eifrig mit und verriet mich ohne mit der Lefze zu zucken. So ein Hund.

Auch in der Folgezeit beglückte uns meine Frau mit einer subtilen Mischung aus überschäumender Freundlichkeit und klaren Kommandos. „Jungens, es ist Aufräumzeit!“, tirilierte sie ständig, und wir beide, Bello und ich, mussten Ordnung schaffen, bis uns das Fell schweißnass glänzte: Sachen hierhin, Sachen dorthin packen, und das Beste landete im Mülleimer. O nein, nicht mein Mofakalender von 2006, protestierte ich. Aber es gab kein Erbarmen. „Nun denn, das schaut ja mal ganz gut aus“, resümierte sie irgendwann sichtlich zufrieden und reichte Bello ein Leckerli. Ja wie, und ich?, sprach ich mit treuem Hundeblick. Da schickte sie mich grinsend fort, „Betten aufräumen“, obschon dort alles pikobello war, und als ich hörte, wie in der Küche ein Sektkorken knallte, da schöpfte ich Hoffnung ohne Ende.

Kommen Sie entspannt durch die Woche!

 

Ihr Ralf Lindermann

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