2013 steht vor der Tür und in zwei Tagen wird wieder ordentlich gefeiert und geböllert. Was viele Menschen freut, schlägt den meisten Heimtieren allerdings ganz schön auf die Lauscher.

Allein Hunde können Töne bis zu 40.000 Schwingungen pro Sekunde wahrnehmen. Der menschliche Frequenzbereich umfasst gerade mal 16-20.000 Hertz. Hunde hören auch Töne im Ultraschallbereich, die wir überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Da mag man sich gar nicht vorstellen, wie sich die Silvesterknallerei im Ohr eines Hundes wohl so anfühlt. Kein Wunder also, dass die meisten Fellnasen zum Jahreswechsel massiv unter Stress stehen.

Ein befreundeter Fotograf von mir hat eine kleine Französische Bulldogge namens Lucy, die schon bei jedem Gewitter ins Zittern gerät und an Silvester dann völlig panisch wird.

Auf der Heimtiermesse im Velodrom sprach ich dieses Jahr mit einer Beraterin vom Verband der Tierpsychologen und Tiertrainer e.V., die mir dazu ein paar Tipps gab. Erstens: Verhalten Sie sich an Silvester Ihrem Tier gegenüber normal wie immer. Besonders wichtig: Versuchen Sie nicht, ihm gut zuzureden. Es wird das Ganze nur als Ausnahmesituation bewerten und panischer reagieren.

Zweitens: Machen Sie ruhige Musik und Sendungen im Fernseher an. Von einer Party in Ihrem Hause wird bei panischen Kandidaten übrigens völlig abgeraten. Die Beraterin sagte mir auch, dass es manchmal sogar besser sein kann, Silvester mit dem Tier gleich auf dem Land zu verbringen.

Mein Freund fährt übrigens jedes Silvester mit seiner Frau, den Kindern und Lucy nach Mecklenburg-Vorpommern. Alle sind nämlich wahre Silvesterflüchtlinge. Dort wird dann schön gegessen und später erwartet alle noch ein schöner Spaziergang an frischer Luft. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die vergnügten Silvester-Fotos von seinen Kindern und einer völlig entspannten Lucy …

Ich wünsche Ihnen und Ihren Tieren einen ganz tollen Start ins Jahr 2013!

Ihr Ralf Lindermann

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