Neulich wollte ich vor dem Schlafengehen noch kurz in ein Drehbuch reinlesen, als mir plötzlich ganz unheimlich wurde. Mein Nachbarshund „Benny“ stimmte ein Wolfsgeheul an und zu allem Überfluss schien auch noch der Vollmond schräg durch mein Fenster. Ganz schön schaurige Atmosphäre, aber schon bald beschäftigte mich etwas ganz Anderes, nämlich die Frage: Warum heulen Hunde eigentlich den Mond an?

Als ich eine recht sachkundige Freundin dazu befragte, die eine regelrechte Hundenärrin ist, fing die schallend laut an zu lachen. „Hunde heulen überhaupt nicht den Mond an!“, sagte sie kopfschüttelnd und erklärte mir die eigentlichen Gründe des Geheules.

Hunde kommunizieren über Laute miteinander. Sie verteidigen auf diese Art ihr Revier, stärken so den Zusammenhalt in einer Gruppe.  Rüden wiederum nehmen über das Gejohle Kontakt zu einer läufigen Hündin auf. Andere Hunde bringen zum Ausdruck, dass sie ungern allein zu Hause sind. Übrigens jaulen Hunde auch gerne, wenn Herrchen oder Frauchen ein Instrument spielen. Probieren Sie das mal aus. Die ein oder andere Fellnase wird garantiert spontan johlen mit einstimmen.

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So, und jetzt wollen Sie bestimmt wissen, warum „Benny“ eigentlich so geheult hat. Sein Frauchen hat‘s mir verraten. Ein paar Häuser weiter wohnt seit ein paar Tagen eine neue Hündin, in die sich der alte Schwerenöter unsterblich verliebt hat. Mit seinem Geheule hat er also praktisch so viel ausgedrückt wie: „Ich bin hiiier, komm‘ Du doch auch hiiierheeer!“ Na, hoffentlich erhört Sie den armen Kerl bald mal, so wie der sich bemüht und tut und macht.

 

Kommen Sie entspannt durch die Woche,

 

Ihr Ralf Lindermann

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