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Meerschweinchen sind schlau. Und geschickt. Nachschub in Sachen „Denksport-Agility“ ist also ein Muss. Mit ein bisschen Geschick lässt sich vieles für kleines Geld selber basteln.

Ganz einfach geht es schon mit einfachen Klorollen: Am besten gleich mehrere sammeln, anschließend mit Heu, Löwenzahn und diversen Leckerchen ausstopfen und kreuz und quer und in verschiedenen Höhen im Käfig aufhängen. Damit haben die Nager eine ganze Weile zu tun und trainieren nicht nur ihren Grips, sondern auch noch ihre kleinen Muckis.

Selbst gefertigte, fressbare Tunnel und Brücken

Ebenfalls recht einfach lassen sich Tunnel, Brücken und Hängebrücken basteln, die auch gerne angenagt werden dürfen. Vorab steht hier ein Spaziergang in der Natur auf dem Plan, am besten dorthin, wo es Linden, Weiden oder ungespritzte Obstbäume gibt. Apfel eignet sich besonders gut und Blätter dürfen auch gern dran bleiben. Wichtig: eine Gartenschere einstecken. Damit werden Äste geerntet. Für Meerschweinchen reicht eine Dicke von etwa einem Zentimeter. Die Äste nicht zu kurz schneiden. So haben am Ende mehrere Tiere Platz auf der Bastelei. Je nach gewünschter Größe mehr oder weniger Äste schneiden. Für eine Brücke von einem halben Meter Länge braucht man mindestens 70 Äste, ein jeder circa 25 cm lang. Zu Hause mit einem dünnen Holzbohrer Löcher in die Äste bohren, jeweils eins links und eines rechts. Bei langen Tunneln am besten auch eins in der Mitte. Durch diese Löcher wird Draht passender Dicke und Stabilität geschoben. Alle Äste auffädeln und die Drahtenden so verzwirbeln, dass sich kein Meerschweinchen daran verletzen kann. Tunnel können nun zu einer kompletten Rundung gebogen werden, Brücken zum Halbrund. Für eine Hängebrücke die Drahtenden so zwirbeln, dass kleine Ösen entstehen. Mit weiteren Drahtstückchen oder Strick kann man die Hängebrücke im Käfig aufhängen – aber nicht zu hoch, wegen der Absturzgefahr. In Außengehegen dickere Pfosten einbuddeln oder auf eine Holzplatte schrauben und die Hängebrücke daran aufhängen.

Lecker-Kletter-Blumentopf und Obstgirlande

Blumentöpfe aus Ton eignen sich hervorragend für kleine Futterbars. Sie werden einfach verkehrt herum auf die Erde gestellt, in das Abflussloch werden Äste gesteckt. Wie viele kommt auf die jeweilige Dicke an. Auf die Äste Obst- und Gemüsestückchen aufstecken. Fertig! Obst und Gemüse lassen sich aber auch sehr leicht auf einem Baumwoll- oder Sisal-Seil auffädeln und girlandenartig aufhängen. Dazu vorab mit einem Apfelgehäuse-Ausstecher Löcher in das Futter bohren.

Mit Nadel und Faden

Auch Meerschweinchen mögen es kuschelig. Warum also nicht mal einen Kuscheltunnel, einen Kuschelsack oder ein kleines weiches Kissen nähen? Wer keine Nähmaschine hat, näht von Hand, das dauert nur ein bisschen länger. Für Kissen eignen sich Stoffe am besten, die nicht ausfransen, Fleece zum Beispiel. Einfach zwei gleichgroße Stoffstücken in der gewünschten Größe zuschneiden und auf links zusammennähen. Eine etwa 10 cm lange Öffnung belassen und durch diese alles umkrempeln. Kissen möglichst locker ausstopfen, beispielsweise mit kleinen Schaumstoffflocken, und die Öffnung zunähen. Für einen Kuschelsack oder einen Kuscheltunnel am besten einen alten Pulli oder eine Hose umfunktionieren. In die Ärmel des Pullis Knoten in Schulternähe machen, die Halsöffnung zunähen und den unteren Saum zwei- bis dreimal ein paar Zentimeter umschlagen. Wer mag, kann den Umschlag festnähen. Fertig ist ein Kuschelsack. Für Kuscheltunnel die Hosenbeine einer alten Jeans abschneiden. Männerhosen eignen sich oft besser, weil sie nicht so eng sind. Die Schnittkante ebenfalls zwei- bis dreimal umschlagen und gegebenenfalls festnähen. Wichtig bei Kuschelsachen aus Stoff: Meerschweinchen lösen sich gern an Orten, die sie gemütlich finden. Das macht regelmäßiges Waschen erforderlich. Kissen deshalb nicht mit Heu oder Stroh ausstopfen.

Ein Hauch von Asien

Für viele tierische Hausgenossen kann man sogenannte Snackspielzeuge kaufen, kleine Objekte, die mit Leckerchen gefüllt werden können, die dann von den Tieren „herauszuarbeiten“ sind. Für Meerschweinchen sind diese Spielzeuge zumeist leider viel zu groß. Origami-Schachteln können hier Abhilfe schaffen: Sie sind in Nullkommanichts leicht gefaltet und können in jeder beliebig (winzigen) Größe angefertigt werden. Ein paar Löcher hineinbohren, damit die Leckerchen beim Meerli-Spiel herausfallen können, und der Spaß kann losgehen. Bastelanleitungen dazu gibt es beispielsweise hier: www.origami-anleitungen.com (Menüpunkt „Grundformen“ / „Origami Schachtel“).

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