Eine Mauser kostet einen Vogel viel Energie. Durch geeignetes Futter können Sie Ihren Wellensittich aber unterstützen.

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In der Mauser erneuern Vögel ihr Federkleid. Abgenutzte und verschlissene Federn werden abgestoßen und neue nachgebildet. Damit die Flugfähigkeit in dieser Zeit nicht verloren geht, vollzieht sich dieser Prozess Schritt für Schritt.

Grundsätzlich: Eine Mauser kostet einen Vogel viel Energie. Sie können Ihren Wellensittich aber durch geeignetes Futter unterstützen.

Der Zeitpunkt der Mauser ist individuell

Wellensittiche mausern sich zwei- bis dreimal im Jahr. Jeder Vogel hat dabei individuelle Zeiten und mausert sich unterschiedlich schnell. Während dieser Zeit findet man vermehrt Schwungfedern im Käfig und bemerkt Gefiederveränderungen, die besonders am Kopf deutlich werden. Die neuen Federn fallen auf, weil sie zunächst von einer weißlichen Federscheide ummantelt sind, die dann aufplatzt und die frische Feder freigibt. Bei einer normal verlaufenden Mauser sollten zu keinem Zeitpunkt kahle Stellen sichtbar sein.

Da der Vorgang für den Wellensittich energieraubend ist, wird die Aktivität während der Mauser verringert. Er ruht viel und ist stressanfälliger. Gelegentlich können kleine blutige Verletzungen auffallen, die beim Abstoßen gut durchbluteter Federkiele entstehen können. Solange es sich um kleine Verletzungen handelt, besteht kein Grund zur Sorge.

Formen und Störungen der Mauser

Die Jugendmauser ist der erste Federwechsel vom Jungtiergefieder zur Erwachsenen-Färbung. Diese Mauser kann den Jungtieren Probleme bereiten, da sie besonders ausgeprägt vonstattengeht. Die jungen Sittiche haben noch wenig Erfahrung im Fliegen und begegnen dem Federmangel mit Gleichgewichtsproblemen.

Die Schockmauser oder Schreckmauser ist ein natürlicher Schutzreflex der Wellensittiche, der ihnen in Gefahrensituationen helfen soll, einem Feind zu entkommen. Dem Fressfeind bleibt so lediglich ein Haufen Federn im Maul und der Wellensittich ist ist über alle Berge. In unseren Wortschatz hat dieses Phänomen sprichwörtlich Einzug erhalten, wenn man sagt, dass jemand Federn gelassen hat. Die abgeworfenen Federn wachsen jedoch schnell und problemlos nach. In der Hobby-Vogelhaltung kann man dieses Phänomen jedoch selten beobachten, allenfalls beim Tierarztbesuch.

 

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