Die Französische Mauser ist eine krankhafte Störung der Mauser, bei der die großen Federn missgebildet sind, vermehrt ausfallen oder gar nicht nachwachsen. Da die Vögel flugunfähig sind, werden sie als „Renner“ bezeichnet. Sie haben keine weiteren Einbußen und können bei entsprechend abgestimmter Gestaltung der Voliere dennoch ein schönes Vogelleben führen. Jedoch kann sich der Federverlust im Alter verstärken. Die Französische Mauser ist virusbedingt und nicht heilbar. Da sie auf die Jungtiere übertragen wird, darf mit „Rennern“ nicht gezüchtet werden.

Bei der  Stockmauser handelt es sich um eine Verzögerung bis hin zum völligen Stillstand der natürlichen Mauser. Das Federkleid wirkt zerzaust, teilweise sind kahle Stellen sichtbar. Nachwachsende Federn verbleiben ungewöhnlich lange in den Federscheiden, so dass sie wie Stacheln aussehen und zeigen Verfärbungen an den Federspitzen. Ursache hierfür sind Mangelernährung und Haltungsfehler ebenso wie hormonelle Störungen oder Erkrankungen der inneren Organe. Es sollte immer eine Diagnose durch den Tierarzt erfolgen.

Hilfe bei der Mauser

Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung unterstützt den Vogel beim Erneuern des Federkleides. Salatgurke, frisches Obst und Gemüse sollten täglich wechselnd angeboten werden. Hirse, Vogelmiere, Dinkel und gekeimter Weizen sind begehrte Leckerbissen und geben Kraft. Die Zufuhr von Kieselsäure unterstützt die Hornbildung der Federkiele. Bieten Sie dem Vogel eine abwechslungsreiche Kost und erproben Sie seine Vorlieben. Vitaminzusätze sind in den meisten Fällen nicht notwendig,  können aber bei älteren Vögeln eine geeignete Hilfe sein. Sehr viele Vögel lieben es, während der Mauser mindestens einmal täglich zu baden oder sich mit Wasser besprühen zu lassen.

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