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Die Winterfütterung von Vögeln ist besonders in Städten eine gute Gelegenheit, um Naturerlebnis und Tierliebe miteinander zu verbinden. Damit ein „Gut gemeint“ aber auch ein „Gut gemacht“ ist, sind dabei einige wichtige Punkte zu beachten.

Die Winterfütterung kommt etwa zehn bis 15 Vogelarten zugute, die als sogenannte Standvögel das ganze Jahr über in unseren Breiten leben und auch der kalten Witterung tapfer trotzen können. Dazu gehören verschiedene Meisenarten, Finken, Rotkehlchen und Drosseln.

Eines vorweg: Keine der Arten, die von der Fütterung rund ums Haus profitieren, ist in ihrem Bestand gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Bei der Diskussion um das Für und Wider der Vogelfütterung gilt also nicht das Argument des Artenschutzes. Jedoch ist es für viele gefiederte Freunde bei Schnee und hartem Frost die einzige Futterquelle, um zu überleben.

Die Fütterung sollte erst bei Frost oder Schnee begonnen werden, dann aber regelmäßig

Vögel benötigen enorm viel Energie, um in der kalten Jahreszeit ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Doch solange keine Schnee- und Eisdecke die Natur überdeckt, finden die Vögel ausreichend Nahrung, die sie sich ihren Bedürfnissen entsprechend zusammensuchen.

Körnerfresser und Weichfutterfresser benötigen ein unterschiedliches Futterangebot

Zu den Körnerfressern zählen beispielsweise Finken, Sperlinge und Ammern. Mit ihrem kräftigen Schnabel können sie Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien aus Futtermischungen aufpicken.

Weichfutterfressern ist mit grobem Körnerfutter nicht geholfen. Naturgemäß fressen sie tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien und suchen sich ihre Nahrung bevorzugt am Boden. Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel und Star freuen sich daher über Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst. Ein besonderer Leckerbissen sind in heißem Öl getränkte Haferflocken.

Allesfresser wie Meisen, Spechte und Kleiber stellen sich im Winter auf Körnerfutter um, nutzen aber gerne das Angebot von Fett-Körner-Mischungen, wie es in handelsüblichen Meisenknödeln und -ringen angeboten wird.

Achtung: Salziges und Süßes ist für alle Vögel schädlich

Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck, Kartoffelchips oder Essensreste anbieten. Ebenso schädlich sind Konditoreiwaren wie Kuchen und Gebäck. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.

Besser als klassische Futterhäuschen: Futtersilos und Futterprodukte zum Aufhängen

Denn bei dieser Art der Fütterung können die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen. Das minimiert wiederum die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Futter vor Witterungseinflüssen geschützt ist und dadurch nicht verdirbt oder vereist. Denn Schnee und Regen durchnässen die Körner und machen sie für die Fütterung untauglich. Bei den Meisenknödeln wird dieser Schutz von dem fetthaltigen Talg übernommen, in den die Körner eingebettet sind. Beim Füttern mit einem klassischen Futterhäuschen sollte beachtet werden, dass dieses regelmäßig gereinigt wird und täglich nur kleine Futtermengen nachgelegt werden sollten. Wasser kann in einem Extragefäß angeboten werden, das dann jedoch unbedingt eisfrei gehalten werden sollte.

Der beste Platz für den Futterspender: eine übersichtliche, aber geschützte Stelle

Die Futterstelle sollte genügend Raum für den Anflug bieten und mindestens 2 Meter Abstand zur nächsten Glasscheibe haben. Sie sollte möglichst windgeschützt installiert werden und für Katzen nicht leicht zugänglich sein. Da Weichfutterfresser oft heruntergefallenes Futter vom Boden aufpicken, sollte es unter dem Futterspender optimalerweise eine Freifläche geben. Werden all diese Kriterien bedacht, sind natürlich der eigenen Kreativität hinsichtlich eines selbst gestalteten Vogel-Winterparadieses keine Grenzen gesetzt.

Empfehlung des Lindermann-Teams: In unserem Shop finden Sie übrigens verschiedene Futterspender und schöne Futter-Vogelhäuschen, um unsere Wildvögel gut durch den Winter zu bringen.

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